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Krise

Kurz beharrt bei Coronahilfen auf EU-Kredite

Sebastian Kurz beim Treffen der Landeshauptleute am Wochenende
Sebastian Kurz beim Treffen der Landeshauptleute am Wochenendeimago images/Rudolf Gigler
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Bundeskanzler Kurz beharrt im Ringen um den Corona-Wiederaufbauplan darauf, dass von der EU rückzahlbare Kredite und keine Zuschüsse an Krisenstaaten vergeben werden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) beharrt im Ringen um den Corona-Wiederaufbauplan darauf, dass von der EU rückzahlbare Kredite und keine Zuschüsse an Krisenstaaten vergeben werden. Österreichs Position sei unverändert, hieß es am Montag aus dem Bundeskanzleramt in Wien.

"Wir werden uns weiterhin solidarisch zeigen und Länder die am stärksten von der Coronakrise betroffen sind unterstützen, jedoch muss dies über Kredite erfolgen und nicht über Zuschüsse", hieß es aus dem Bundeskanzleramt zum deutsch-französischen Vorschlag für einen Wiederaufbauplan.

Deutschland und Frankreich wollen die Rezession in der EU durch die Corona-Krise mit einem Wiederaufbaufonds von 500 Milliarden Euro bekämpfen. Die EU-Kommission soll die 500 Milliarden Euro als Schulden am Kapitalmarkt aufnehmen. Die EU-Staaten müssten dafür im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU Garantien geben. Das Geld soll im Rahmen des EU-Haushalts vor allem an Krisenstaaten vergeben werden, und zwar als Zuwendungen und nicht als Kredite, sieht der deutsch-französische Plan vor.

(APA)