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Coronavirus

Infektionszahlen in Österreich weiter stabil niedrig

Abgesehen vom aktuellen Ansteckungscluster in Wien bleiben die Neuinfektionen österreichweit niedrig. Die aktuellen Zahlen im Überblick.

Die Rate der Neuinfektionen, 52 waren es seit gestern (bei 64 Genesenen), liegt österreichweit seit Wochen auf einem stabil niedrigen Niveau. So infizierten sich in den letzten zehn Tagen im Schnitt lediglich 43 Personen pro Tag mit dem Coronavirus. Am 15. Mai gab es mit 82 Neuinfektionen die meisten innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt sind in Österreich 16.321 Menschen (jemals) am Virus erkrankt. Aktuell sind es 1011.

Gestorben sind in Österreich bisher (Stand Dienstag, 9:30 Uhr) 632 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. 14.678 Menschen sind wieder genesen. Die Zahl der Kranken, die sich in Spitalsbehandlung befinden, liegt aktuell bei 182, 39 von ihnen befinden sich auf einer Intensivstation. Insgesamt getestet wurden 372.435 Personen.

Cluster in Wien treibt Reproduktionszahl nach oben

Der aktuellsten Modellrechnung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zufolge ist die effektive Reproduktionszahl in Österreich, die für Lockerungen bzw. Restriktionen ausschlaggebend  ist, wieder gestiegen. Für den Zeitraum zwischen 3. bis 15. Mai liegt sie bei 1,07. Eine infizierte Person würde dem Modell zufolge demnach 1,07 weitere Personen anstecken. Eine effektive Reproduktionszahl unter dem Wert 1 sagt folglich aus, dass die Infektionen abnehmen. Aktuell also scheinen sie wieder anzusteigen.

Zurückführen lässt sich das „nach derzeitigem Wissensstand“ auf den entdeckten Coronavirus-Cluster in den beiden Post-Verteilzentren in Wien und Hagenbrunn (Niederösterreich), wie es seitens der Ages heißt. Aufgrund der Häufung von Coronavirus-Infektionen bei Mitarbeitern im Post-Logistikzentrum in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) und eines damit zusammenhängenden Ansteckungscluster befinden sich nun knapp 400 Personen in Quarantäne. Rund 400 Bedienstete des Bundesheers sind deshalb im Verteilerzentrum seit Montag im Schichtbetrieb im Einsatz.

Der Anstieg in Wien und Niederösterreich erscheint angesichts der mittlerweile deutlich gesunkenen Fälle übermäßig „dramatisch“, wie es seitens der Ages formuliert wird. Denn in einigen Bundesländern gab es über Tage keine einzige neue Infektion. Auch in Niederösterreich und Wien würden die Reproduktionszahlen von 1,3 bzw. 1,15 (jeweils am 15. Mai) „schlimmer“ als die Zahl der positiv getesteten Menschen (knapp unter bzw. über 40 an diesem Tag) klingen.

(Red./Ag.)