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Gastronomie

Gäste dürfen doch an der Theke stehen

Wien Jugenstil American Bar von Adolph Loos Vienna Art Nouveau American Bar by Adolph Loos ***
Auch die Theke in der Loos Bar muss nicht leer bleiben.imago/viennaslide
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Der Wirtschaftskammer zufolge darf mit Mindestabstand auch an der Theke konsumiert werden. Lediglich nicht zu nah am Zapfhahn.

Das Fluchtachterl an der Theke ist doch nicht untersagt: Dass die Richtlinien für die österreichische Gastronomie kurz vor Wiedereröffnung noch gelockert wurden, ging beinahe unter: Demnach darf laut Wirtschaftskammer mit Mindestabstand auch an der Theke konsumiert werden.

Einer Aussendung der Wirtschaftskammer Kärnten zufolge habe konnte man „in letzter Minute“ eine Präzisierung in der Lockerungsverordnung erreichen. So legt die Verordnung nun fest, dass die Konsumation von Speisen und Getränken lediglich nicht in unmittelbarer Nähe der Ausgabestelle erfolgen darf. Unter einer Ausgabestelle wird die Schankanlage, Kaffeemaschine oder Durchreiche verstanden. Nicht aber die gesamte Theke. „Das bedeutet: Gäste dürfen an der Theke stehen oder sitzen, aber beispielsweise nicht direkt vor der Schankanlage – und immer mit einem Mindestabstand von einem Meter zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben“, erläutert Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie.

Zudem sind Tische oder Sitzplätze nicht mehr  Voraussetzung, dass ein Lokal öffnen darf. In der Verordnung ist nur mehr die Rede von „Verabreichungsplätzen“. Auch Stehplätze seien hier gemeint, erklärt der Fachgruppenobmann.

Ein weitere Unklarheit: der Platz zwischen den Tischen. Dieser muss nicht ein Meter breit sein, so die Wirtschaftskammer. Die Verordnung regelt lediglich, dass zwischen den Besuchergruppen, an einem Tisch (oder Theke) sitzen oder stehen, ein Mindestabstand von mindestens einem Meter bestehen muss. Der Mindestabstand ist somit nicht „von Tischkante zu Tischkante“, sondern von „Person zu Person-am Nachbartisch“ zu bemessen, so Sternad.

 

(twi)