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Interview

Ballettchef Martin Schläpfer: „Ein gewisses Repertoire ertrage ich nicht“

Martin Schläpfer über seine erste Spielzeit: „Irgendwo muss ich ja anfangen, ohne mich zu verraten.“Gert Weigelt
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Was hat Martin Schläpfer vor? Es wird eine Mischung aus Tradition und Zeitgenössischem. Ein Gespräch über den schwierigen Start, seine Leidenschaft für Musik und ein Frauenbild, das er nicht mag.

Am 20. September soll das Staatsballett in die neue Saison starten – die erste unter der Leitung von Martin Schläpfer. Dass es ein Ballettabend an der Volksoper ist („Hollands Meister“), für den der neue Ballettchef Produktionen aus dem Repertoire neu zusammenstellt, ist den Bedingungen geschuldet. „Ich kann in drei Wochen keine Uraufführung herzaubern“, sagt Schläpfer zur „Presse“. Auch werde man erst ab dem 1. September proben können, „keinen Tag vorher“.

Noch ist er für das Ballett am Rhein im Einsatz und muss erst nach Wien übersiedeln. Covid-19 zwingt auch das Staatsballett zum Home-Office. Ob es den Saisonstart im September geben wird? „Ich weiß es nicht. Ich hoffe, und gleichzeitig bin ich sehr unsicher.“ Alternativen sieht er nicht. „Ich kann sagen, ich mache 103 Soli und stelle sie online oder auf die Bühne mit einer ganz kleinen Formation. Das sind lauter Hirngespinste, die mir einfallen.“ Aber eben nichts, was einer Volks- oder Staatsoper gerecht würde.