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Justiz

Sechswöchiges Baby zu Tode geschüttelt: Freispruch für Kärntner

Die Geschworenen entschieden einstimmig, dass der 27-Jährige nicht des Mordes an seiner Tochter schuldig sei.

Ein 27-jähriger Kärntner, dem vorgeworfen wurde, seine sechs Wochen alte Tochter im Sommer 2018 zu Tode geschüttelt zu haben, ist am Dienstagabend am Landesgericht Klagenfurt vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Die Geschworenen entschieden einstimmig. Staatsanwältin Johanna Schunn gab keine Erklärung ab, das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.

Die Laienrichter entschieden auch in den Eventualfragen auf absichtlich schwere Körperverletzung mit Todesfolge oder vorsätzliche Körperverletzung mit Todesfolge, auf Misshandlung und grobe Fahrlässigkeit einstimmig mit Nein.

Nach der Urteilsverkündung spielten sich im Gerichtssaal emotionale Szenen ab. Der Angeklagte weinte laut und rief immer wieder: "Ich kann nach Hause!". Seine Lebensgefährtin, Verwandte und Freunde im Publikum brachen ebenfalls in Tränen aus.

(APA)