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Corona-Tests

Fehler bei Testergebnissen aus Hagenbrunn, Polizei prüft Quarantäne-Missachtung

CORONAVIRUS: POST-LOGISTIKZENTRUM NIEDEROeSTERREICH IN HAGENBRUNN
In Hagenbrunn verteilen derzeit Bundesheersoldaten die Pakete.APA/ROBERT JAEGER
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Das Labor bedauert: Bei Coronavirus-Tests im Logistikzentrum der Post sind Zuordnungsfehler passiert. Negativ gemeldete Tests sind positiv, positive Tests waren negativ.

Bei Ergebnissen von Tests auf Coronavirus-Infektionen im Logistikzentrum der Post in Hagenbrunn ist ein Zuordnungsfehler passiert. Einem Labor in Wiener Neustadt zufolge geht es konkret um zwei Fälle, die ursprünglich negativ gemeldet und nunmehr auf positiv korrigiert worden seien. Zwei zunächst positiv zugeordnete Fälle seien auf negativ gestellt worden.

Nach den ersten bestätigten Infektionen in Hagenbrunn sind dem Labor zufolge mehrere Testreihen zur Überprüfung aller Mitarbeiter durchgeführt worden. Der Zuordnungsfehler betreffe eine Testreihe, die etwa zwei Wochen nach den ersten Fällen in dem Logistikzentrum durchgeführt worden sei.

"Der Fehler entstand beim Eintrag der Testergebnisse in die Arbeitsliste", teilte das Labor den Behörden des Landes Niederösterreich und der Stadt Wien mit. Von den Mitarbeitern seien in den vergangenen Wochen Tausende Tests fehlerfrei durchgeführt worden. "In diesem absoluten Ausnahmefall" sei dem Team ein Fehler unterlaufen, "den wir zutiefst bedauern". Durch die laufenden Evaluierungen sei die menschliche Fehlleistung am Dienstag entdeckt und unverzüglich gemeldet worden.

Im Verteilzentrum Hagenbrunn waren vergangene Woche 65 der 371 Beschäftigten positiv auf das Coronavirus getestet worden, wonach sämtliche Mitarbeiter getestet und in Quarantäne gesteckt wurden. Auch ein Paketzentrum der Post in Wien stellte sich als „Corona-Cluster“ heraus. Die Causa löste eine andauernden Schlagabtausch zwischen Innenminister Karl Nehammer und der Stadt Wien aus.

Polizei prüft

Nun prüft zudem die Polizei den von mehreren Medien erhobenen Verdacht, wonach mehrere Flüchtlinge die Quarantäne-Anordnung ignoriert haben und über die Leiharbeitsfirma trotz amtlichem Bescheid in den Verteilzentren der Post in Hagenbrunn und Inzersdorf gearbeitet haben sollen. Die Wiener Polizei ist beauftragt worden, einen Anfangsverdacht zu überprüfen, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Dienstagabend. Das sei nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung (StPO) noch kein Ermittlungsverfahren. Aber der Anfangsverdacht stehe im Raum.