Schnellauswahl
Seit 1963

Coronapandemie schickt längste US-Fernsehserie in die Zwangspause

Die Seifenoper "General Hospital" läuft seit 1963 und kommt bereits auf mehr als 14.500 Folgen. Sie ist nicht ein weiteres prominentes Opfer, der Coronavirus-Drehstopps.

Bekommt Michael das volle Sorgerecht für seinen Sohn Wiley? Treibt der Liebeskummer Sasha in die Drogensucht? Und werden Sonny und Julian sich wieder in die Haare bekommen? Fans der US-Seifenoper "General Hospital" werden noch eine ganze Weile auf Antworten auf diese und andere Fragen warten müssen. Die am längsten laufende US-Fernsehserie muss wegen der Coronapandemie eine Zwangspause einlegen.

Zum ersten Mal seit dem Start 1963 und mehr als 14.500 Folgen muss der Fernsehsender ABC die Serie unterbrechen, die vorerst letzte Folge soll am Donnerstagabend ausgestrahlt werden. "Ich sehe die Serie, seit ich acht oder neun Jahre alt war", sagte die 29-jährige Tiana Jones aus New York. "Es wird hart, diesen wichtigen Teil meines Alltagslebens nicht zu haben."

Dreharbeiten derzeit nicht möglich

Die Produktion von "General Hospital" war wegen des Coronavirus im März unterbrochen worden, ebenso wie die Dreharbeiten zu den meisten anderen Fernsehserien und Filmen. Seitdem hatten die Produzenten die einzelnen Folgen durch das Einbauen von Rückblenden künstlich gestreckt und beliebte Episoden wiederholt - doch nun ist der Nachschub endgültig versiegt.

Im vergangenen Monat hatte bereits der Sender CBS seine Seifenopern "Reich und Schön" und "Schatten der Leidenschaft" bis auf Weiteres einstellen müssen. Damit bleibt "Zeit der Sehnsucht" auf NBC die letzte Soap auf dem Markt - die Produzenten drehen immer Monate im Voraus, so dass noch genügend Folgen bis zum Herbst vorhanden sind.

(APA/AFP)