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Corona

Landeshauptleute bei Impfpflicht uneins

Symbolbild.
Symbolbild.(c) APA/DPA/CHRISTOPH SOEDER
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Oberösterreichs Landeshauptmann hat mit seinem Vorpreschen für eine Impfpflicht eine Debatte angestoßen.

Wien. Lange, bevor eine Impfung gegen das Coronavirus bzw. Covid-19 vorliegt, hat Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) mit seinem Vorpreschen für eine Impfpflicht, „sobald ein sicherer und ausreichend getesteter Impfstoff zugelassen ist“, eine Debatte angestoßen. Sein burgenländischer Amtskollege Peter Doskozil (SPÖ) bekundete, er halte eine solche gegebenenfalls für „sinnvoll und notwendig“, auch Hermann Schützenhöfer (Steiermark, ÖVP) sagte, er sei im Zweifel dafür.

Gegen eine Pflicht und für die individuelle Entscheidung sprachen sich die Landeshauptleute Peter Kaiser (Kärnten, SPÖ) und Wilfried Haslauer (Salzburg, ÖVP) aus. Auch im Wiener Rathaus hält man davon wenig: Sinnvoller sei, Service- und Qualitätsleistungen für das Impfen zu verbessern, teilte Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) mit. Und auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach sich gegen eine Impfpflicht in Sachen Corona aus. Er erwarte, dass „die Krise so manifest da ist, dass das auf freiwilliger Ebene auch erreichbar ist“, so der Gesundheitsminister. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.05.2020)