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Rechtsstreit

Agentur entschuldigt sich für VW-Werbespot

Symbolbild
Symbolbildimago images/Reiner Zensen
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Nach massiver Kritik an einem auf Instagram geposteten Werbespot für den neuen VW Golf hat sich nach dem Autobauer auch die verantwortliche Agentur entschuldigt.

Die kurze Sequenz, die starke Reaktionen in den sozialen Netzwerken auslöste, zeigt einen schwarzen Mann, der von einer riesigen weißen Hand durchs Bild geschoben und anschließend in den Eingang eines Hauses geschnippt wird. "Ich bin entsetzt und zutiefst betroffen, wie so etwas in unserem Verantwortungsbereich geschehen konnte", sagte Tobias Pschorr, Geschäftsführer der Voltage OMC GmbH, laut Mitteilung.

Das Video entspreche in keiner Weise dem ethischen und moralischen Anspruch der Agentur und habe zurecht Empörung und Unverständnis ausgelöst. "Wir haben bereits begonnen, den gesamten Entstehungsprozess dieses Posts zu eruieren", sagte Pschorr. "Sollte sich herausstellen, dass einer unserer Mitarbeiter oder ein Zulieferer vorsätzlich fremdenfeindliche oder rassistische Inhalte erstellt hat, wird dies zu einer sofortigen Kündigung und zu rechtlichen Maßnahmen führen." Alle Freigabeprozesse würden geprüft.

Auch VW entschuldigte sich

Zuvor hatte sich Volkswagen am Mittwoch entschuldigt und mitgeteilt: "Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos." Dass der Clip bei vielen Beobachtern zu Empörung und Wut führe, sei verständlich. "Wir distanzieren uns davon und entschuldigen uns dafür. Wir werden aufklären, wie das passieren konnte - und Konsequenzen daraus ziehen."

"Schon vor dem Hintergrund unserer eigenen Unternehmensgeschichte positioniert sich Volkswagen gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung", erklärten die Wolfsburger. Auch bei Twitter war der Clip zu sehen.

(APA/dpa)