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Quergeschrieben

Verschwörungs­theoretische Unheilslehren im globalen Dorf

Brazil's President Jair Bolsonaro holds his protective face mask after removing it while speaking with journalists as he arrives at Alvorada Palace, amid the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Brasilia
Brasiliens oberster Coronaleugner: Jair BolsonaroREUTERS
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Verschwörungstheorien sind furchteinflößender als nur Begleitgeklingel zu den Corona-Maßnahmen. Und der Messias von Brasilien ist kein Segen für das Land.

Präventionsparadox nennen Experten wie der deutsche Virologe Christian Drosten den Umstand, dass wegen der rigorosen Coronabestimmungen etwa in Deutschland und Österreich die Worst-Case-Szenarien nie eingetreten sind. Drosten warnt auch vor einer zweiten Welle, sollten wir Babyelefanten, Gesichtsmasken und Handhygiene nicht ernst genug nehmen.

Herbert Kickl und die ebenfalls blaue Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch sprechen hingegen lieber von Coronawahnsinn und meinen eigentlich Coronalügen. Weil Österreichs Spitäler nicht kollabiert sind, gehen sie mit einer bizarren Mischkulanz aus rechten und linken Extremdeppen, Fundamentalspinnern, Impfgegnern, esoterischen Leuchten sowie einigen ernstlich um Grundrechte besorgten Menschen auf die Straße. Warum Letztere nicht instant die Demos verlassen, wenn sie sehen, wer sich dort tummelt, ist allerdings ein Rätsel.