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Bischöfe brechen Schweigen: Aus Corona die Lehren ziehen

CORONAVIRUS: PK 'WIEDERAUFNAHME VON OeFFENTLICHEN GOTTESDIENSTEN': SCHOeNBORN
Kardinal Christoph Schönborn, Vorsitzender der BischofskonferenzAPA/GEORG HOCHMUTH
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Gegen zunehmenden Nationalismus, gegen Sonntag-Arbeit und für ein neues Wirtschaften: Dafür plädieren die Spitzen der katholischen Kirche.

Das Schweigen wurde mit jeder Woche der Corona-Krise immer dröhnender. Österreichs katholische Kirche beschäftigte sich mit dem Zustandebringen von Streaming-Gottesdiensten, Besänftigen ausgeschlossener Messbesucher, Debatten um Abstand-, Quadratmeter- und Anmelderegeln für Gottesdienste. Knapp vor Pfingsten haben Österreichs Bischöfe nun am Mittwoch ein Hirtenwort veröffentlicht, das dazu auffordert, Lehren aus Lockdown und den Folgen zu ziehen.
Der in Innsbruck amtierende Bischof Hermann Glettler, Benjamin im Episkopat, durfte das 18 Seiten umfassende Schreiben mit dem für Normalverbraucher schwierigen Titel „Für eine geistvoll erneuerte Normalität“ bei einer Pressekonferenz vorstellen. Und er erklärte, die österreichischen Bischöfe wollten mit ihrem pfingstlichen Hirtenwort einen „Dialog für Österreich“ anregen. Den hat es schon einmal gegeben 1998, nach und wegen der Ereignisse die als „Affäre Groër“ in Österreichs (Kirchen)Geschichte eingegangen sind. Den Vorsitz in der Bischofskonferenz hatte damals Johann Weber, der erst vor wenigen Tagen in Graz verstorben und am 3. Juni in der Bischofsgruft beigesetzt werden wird.