Ortstafelkonflikt: Bischof will Ende des "unwürdigen Schauspiels"

Kärntens Diözesanbischof Schwarz drängt auf eine Lösung im Ortstafelstreit.

Klagenfurt (bene). Jetzt haben sich es Jörg Haider und sein BZÖ auch mit der Katholischen Kirche verscherzt. Der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz hat zu Silvester in seiner Predigt bei der Jahresschlussandacht im Dom zu Klagenfurt deutliche Worte zum Ortstafelstreit gefunden. Er forderte, "dem unwürdigen Schauspiel um die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln in Kärnten ein Ende zu setzen". Schwarz sprach sich in Anspielung auf die BZÖ-Attacken gegen den Verfassungsgerichtshof für die "Respektierung und Achtung demokratisch legitimierter Einrichtungen des Rechtsstaates" aus.

Der Kärntner Bischof erklärte, die Diskussionen und Aktionen rund um die Ortstafeln würden bei vielen Menschen "Unverständnis hervorrufen" und für "entbehrliche Schlagzeilen" sorgen. Gegenseitige Wertschätzung, ein vorurteilsfreier Umgang miteinander und ein offenes Hinhören auf die Argumente des anderen würden nicht nur die Gesprächskultur verbessern, sondern auch gute Ideen des Gegenübers vor unsachlichem "Niedermachen" retten und in vielen Bereichen auch Problemlösungen erleichtern, sagte Schwarz. Davor hatte das BZÖ VfGH-Präsident Karl Korinek scharf attackiert.


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