Das Außenpolitik-Duo – ohne den Dritten im Bunde, Sebastian Kurz: Außenminister Alexander Schallenberg und Europaministerin Karoline Edtstadler auf dem Flugfeld in Prishtina im Kosovo.
Analyse

Österreichs neue Außenpolitik

Unter Sebastian Kurz wagt Österreich eine Diplomatie mit mehr Ecken und Kanten. Geht das gut?

Wien. Österreich wird wieder wahrgenommen auf der internationalen Bühne. Es legt sich quer, es sagt Nein, es setzt sich in Szene. Der Bundeskanzler in Videokonferenzen mit den „smarten Sieben“ auf internationaler Ebene; Sebastian Kurz mit den Regierungschefs der Niederlande, Dänemarks und Schwedens als die „Sparsamen Vier“ oder wahlweise die „Geizigen Vier“ wie in einem EU-Western: So machte Wien zuletzt international Schlagzeilen.

Österreich setzt zum einen neue Akzente, zum anderen führt es die Kontinuität fort. Wo liegen die Konfliktpotenziale, wo die Schwerpunkte der Wiener Außenpolitik?