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Flüchtlinge: Afghanen in Transporter gepfercht

Fluechtlinge Afghanen Transporter gepfercht
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Sechs Afghanen sind in winzigem Verschlag quer durch Europa gefahren. Die Schlepper wollten die Flüchtlinge von Griechenland nach Italien bringen, wurden aber in Kärnten aufgegriffen.

Sechs Afghanen sind im April, wie aufgrund einer Nachrichtensperre des Innenministeriums erst jetzt bekannt geworden ist, in einem winzigen Verschlag eines Klein-Lkw quer durch Europa gefahren worden. In Kärnten wurde der Transport gestoppt, die Schlepper wurden verhaftet, die Flüchtlinge abgeschoben.

Eineinhalb Quadratmeter hatten die jungen Männer im Alter von zwölf bis 25 Jahren in dem eigens für diesen Zweck eingebauten Verschlag im Lkw Platz, mehr als 40 Stunden dauerte die Fahrt von Griechenland über Bulgarien und Rumänien bis nach Kärnten. Am Kontrollplatz Arnoldstein der Südautobahn (A2) wurde der Lkw angehalten. Ein Suchhund witterte die eingesperrten Menschen, die während der Fahrt lediglich ein paar Schluck Wasser erhalten hatten. Sie waren völlig erschöpft und dem Zusammenbruch nahe.

Laut Medienberichten steht eine griechische Schlepperorganisation dahinter, die Klein-Lkw in Polen umbauen lässt, um Flüchtlinge darin verstecken zu können. 2.300 Euro soll jeder Afghane für den Transport nach Italien bezahlt haben. Die beiden Fahrer stammen aus Polen, sie wurden inzwischen bereits zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt.

(APA)