Anti-Rassismus-Proteste

De Blasio stolz auf festgenommene Tochter

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"Ich liebe meine Tochter sehr, ich verehre sie. Sie ist so ein guter Mensch, sie will nur Gutes in der Welt tun, sie will eine bessere und friedlichere Welt sehen", sagte der New Yorker Bürgermeister.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat sich demonstrativ hinter seine Tochter gestellt, die bei Massenprotesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd festgenommen worden war. "Ich liebe meine Tochter sehr, ich verehre sie. Sie ist so ein guter Mensch, sie will nur Gutes in der Welt tun, sie will eine bessere und friedlichere Welt sehen", sagte der Bürgermeister am Montag.

"Sie glaubt, dass wir viele Veränderungen brauchen. Ich bin stolz auf sie, dass ihr das so wichtig ist, dass sie bereit war, rauszugehen und etwas dafür zu unternehmen", sagte der demokratische Politiker.

Auslöser für die Proteste, die sich gegen Polizeigewalt, Brutalität und Ungerechtigkeit gegen Schwarze richten, war der Tod des 46 Jahre alten Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota vor einer Woche. Die 25 Jahre alte Chiara de Blasio, Tochter des weißen de Blasio und dessen afroamerikanischer Frau Chirlane McCray, war bei einem Protest in New York in der Nacht auf Sonntag wegen unrechtmäßiger Versammlung vorübergehend festgenommen worden.

Seine Tochter habe ihm gesagt, sie habe gedacht, dass sie sich den Anweisungen der Polizei entsprechend verhalten habe, sagte de Blasio. "Sie hat sehr deutlich gemacht, dass sie friedlich protestiert und nichts getan hat, was eine negative Reaktion provozieren könnte."

(APA/dpa)

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