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18-mal mehr E-Bikes als Elektroautos in Österreich

E-Bike
Die Coronakrise hat den Verkauf von E-Bikes und herkömmlichen Fahrrädern noch einmal befeuert.Getty Images/Westend61
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Der Verkauf von Elektrofahrrädern hat im Vorjahr erneut an Fahrt aufgenommen. In der Coronakrise verstärkte sich der Trend.

Fast 171.000 neue strombetriebene Räder wurden 2019 abgesetzt. Das sind 18-mal so viele wie E-Autos und 70-mal so viele wie E-Mopeds und E-Motorräder, rechnete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Dienstag vor. Insgesamt sind auf Österreichs Straßen schon mehr als 750.000 E-Fahrräder unterwegs.

Dagegen ist die Zahl der Elektroautos mit rund 32.000 weitaus geringer, obwohl auch die Verkaufszahlen von E-Pkw in den vergangenen Jahren gestiegen sind - von 39 im Jahr 2009 auf 9.242 im Jahr 2019. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 gab es bereits rund 12.000 E-Fahrräder.

Erstes E-Mountainbike für Kinder

Die Coronakrise hat den Verkauf von Rädern - mit und ohne Strom - noch einmal befeuert, wie Fahrradhändler berichten. Elektrofahrräder sind mittlerweile auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor: für die 170.942 voriges Jahr erstandenen E-Räder gaben die Österreicher rund 480 Millionen Euro aus. Und der Trend setzt sich fort: Der Klosterneuburger Fahrradhersteller Woom hat im Mai das erste E-Mountainbike für Kinder präsentiert. 

Laut VCÖ führen Elektrofahrräder zur stärkeren Nutzung des Rads. In Vorarlberg sei der Radverkehrsanteil mit 16 Prozent doppelt so hoch wie im Österreich-Schnitt. Mit E-Fahrrädern legten die Vorarlberger durchschnittlich 950 Kilometer im Jahr zurück, mit herkömmlichen Fahrrädern 640 Kilometer.

Der Verkehrsclub forderte vor dem „Tag des Fahrrads" am Mittwoch, 3. Juni, erneut einen massiven Ausbau der Radinfrastruktur inklusive Radhighways in Ballungsräumen.

(APA/red.)