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Donauinselfest

Das Donauinselfest findet heuer also im Herbst mitten im Wiener Wahlkampf statt. Innenminister Karl Nehammer schickt die Polizei vorbei. Wobei die Stadt Wien da noch Glück hat. Donald Trump hätte gleich das Militär vorbeigeschickt.

Da die Grenze zwischen der Stadt Wien und der SPÖ Wien mitunter fließend ist, sei festgehalten: Veranstalter des Donauinselfests ist die SPÖ Wien. Die FPÖ möchte das Fest daher gleich verstadtlichen. Die Neos hingegen wollen es privatisieren. „Aber ist die SPÖ nicht eh privat?“, werden Sie jetzt fragen. Gute Frage. Die Neos denken da offenbar an einen echten privaten Eventveranstalter. Wobei die Events, die die SPÖ in den vergangenen Jahren veranstaltet hat, ohnehin auch viele Leute unterhalten haben.

Die ÖVP wiederum möchte – weil das bisher so gut funktioniert hat – das Fest der Wirtschaftskammer übertragen. Dadurch würden zweifelsfrei die Getränke besser. Und Harald Mahrer kann man sich auf der Bühne ohnehin in jeder erdenklichen Pose vorstellen. Die Grünen würden heuer am liebsten die Kleinkunstbühne verbannen. Damit für „Rudi & The Babyelefants“ mehr Platz bleibt. Wobei die ÖVP die Kleinkunstbühne für sich beansprucht: „Magic Chrissie“ Aschbacher möchte hier ihren Trick vorführen, wie sie aus einem Baby einen Hunderter hervorzaubert.

E[QHTD6]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.06.2020)