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Wie es zur Entscheidung kam, die Ischgl zum „Ground Zero“ der Epidemie machte

Ischgl im Tiroler Paznaun gilt als "Ground Zero" der Coronavirus-Ausbreitung in Europa. Vor Verhängung der Quarantäne verließen Tausende Urlauber das Tal.
Ischgl im Tiroler Paznaun gilt als "Ground Zero" der Coronavirus-Ausbreitung in Europa. Vor Verhängung der Quarantäne verließen Tausende Urlauber das Tal.APA/JAKOB GRUBER
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Als sich die Verhängung der Quarantäne abzeichnete, stand der Krisenstab vor der Frage, was mit den rund 20.000 Urlaubern im Paznaun geschehen soll. Sogar ein Rechtsgutachten wurde eilig in Auftrag gegeben, wie „Presse“-Recherchen zeigen.

Was auch immer die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sowie der Untersuchungskommission über das Krisenmanagement in Ischgl ergeben werden, der europaweit ramponierte Ruf der 1500-Einwohnergemeinde im Tiroler Paznaun wird wohl nicht so bald wiederherzustellen sein. Dazu dürfte nun ein weiterer Umstand beitragen.

Denn dass Ischgl zu einer Art Virus-Verteilerzentrum für Europa wurde, der „Spiegel" schrieb sogar vom „Ground Zero“ der Ausbreitung, ist insbesondere einer Entscheidung der Einsatzleitung geschuldet.

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