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Arbeitslosigkeit in den USA im Mai zurückgegangen

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Die Arbeitslosigkeit in den USA ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent gesunken.APA/AFP/Olivier Douliery
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Mehr US-Amerikaner haben wieder einen Job. Es könnte sein, dass schlechter bezahlte Stellen wieder verstärkt aufgebaut werden.

Die leicht gesunkene Arbeitslosenquote lässt auf ein Abklingen der Folgen der Viruskrise hoffen. Sie ging im Mai auf 13,3 Prozent von 14,7 Prozent im April zurück, wie die Regierung am Freitag mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg auf 19,8 Prozent gerechnet.

Wie aus einer getrennt ermittelten Umfrage hervorgeht, wurden im vorigen Monat rund 2,5 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Die befragten Ökonomen wurden auch hier auf dem falschen Fuß erwischt: Sie hatten mit einem Abbau von acht Millionen gerechnet. US-Präsident Donald Trump beglückwünschte sich selbst auf Twitter zu dem „wirklich großartigen Job-Bericht" und kündigte für den Nachmittag (16.00 MESZ) eine Pressekonferenz an.

Im März und April über 22 Millionen Menschen entlassen

„Die USA scheinen schneller durch die Krise zu kommen als befürchtet", sagt Commerzbank-Experte Bernd Weidensteiner. Die Lockerung der Kontaktbeschränkungen und das allmähliche Wiederanfahren der Wirtschaft habe Arbeitgeber offenbar dazu bewogen, einen Teil der entlassenen Belegschaft wieder zurückzuholen: „Allerdings ist der Weg zurück noch weit, wurden doch im März und April zusammen über 22 Millionen Personen entlassen", so das Fazit des Ökonomen.

Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba verweist darauf, dass im Mai auch die Stundenlöhne nachgaben: „Möglicherweise werden schlechter bezahlte Jobs wieder verstärkt aufgebaut. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Verbesserung am Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten fortsetzt", so Wortberg. Wie schnell eine „Art Normalität" zurückkehre, lasse sich schwer abschätzen.

Die US-Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell haben bereits billionenschwere geldpolitische Stützungsprogramme in der Krise aufgelegt. Ihren Leitzins hat die Fed in der Krise auf die Spanne von null bis 0,25 Prozent abgesenkt. Experten erwarten, dass sie ihn auf der nächsten Sitzung am Mittwoch konstant halten wird: „Negativzinsen kommen für die Fed weiterhin nicht in Frage", meint Commerzbank-Experte Weidensteiner.

(APA/Reuters)