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Abendbriefing

Wie die Minister vom Ibiza-Videofund erfuhren und wieder eine gut besuchte Demo in Wien: Der Freitag im Rückblick

Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Themen des Tages.

Heute ging der zweiter U-Ausschusstag über die Bühne. Ob und wann das Ibiza-Video dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss vorgelegt wird, ist aber immer noch unklar. Als Auskunftspersonen waren Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Justizministerin Alma Zadić (Grüne) vor Ort und erzählten, wie sie vom Video-Fund erfuhren. Iris Bonavida berichtet - und fragt sich: Verzögert ein Streit zwischen Exekutive und Justiz die Aufklärung in der Causa Ibiza?

Die Anti-Rassismus-Demonstrationen gehen indes weiter. Auch in Wien haben sich nach den Massenprotesten am Donnerstag trotz Regens erneut viele Menschen zur Kundgebung gegen Polizeigewalt vor der US-Botschaft in Wien versammelt.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Östliche Nachbarn öffnen Grenzen: Nachdem Österreich am Donnerstag seine Grenzen zu den Nachbarländern außer Italien geöffnet hatte, sind Slowenien, Ungarn, Tschechien sowie die Slowakei am Freitag nachgezogen. Die Schweiz öffnet am 15. Juni die Grenzen zu allen EU- und EFTA-Staaten. Mehr dazu

SPÖ droht Strafe: Der Rechnungshof stuft Inserate eines Komitees für Peter Kaiser aus dem Jahr 2018 als Parteispende ein. Das könnte unangenehme Folgen für die SPÖ haben, die die rückwirkende Meldepflicht selbst beschlossen hat. Mehr dazu [premium]

Gespräche mit Briten in der Sackgasse: Die Gespräche mit Großbritannien über die Beziehungen nach dem Brexit sind auch in der vierten und zunächst letzten Verhandlungsrunde aus Sicht der EU nicht vorangekommen. Wie sich ein harter Brexit auswirken wird, analysiert unser Korrespondent Gabriel Rath. [premium]

Neues zum Fall Maddie McCann: Eine mögliche Spur im Fall der vor 13 Jahren verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann führt nach Sachsen-Anhalt. Der 43-Jährige, gegen den nun wegen Mordes ermittelt wird, soll in der Nähe gewesen sein, als dort 2015 die damals fünfjährige Inga verschwand. Mehr dazu

Worüber heute diskutiert wird

Über Rassismus: Die Proteste nach dem Tod von George Floyd haben auch Wien erreicht. Diskutieren Sie mit: Was können wir gegen Rassismus im Alltag tun?

Über „Luder": Tirols Vize-Landeschef Josef Geisler hat sich nun schriftlich bei der WWF-Vertreterin entschuldigt, die er ein „widerwärtiges Luder“ genannt hat. Allerdings sei der Begriff in Tirol "nicht zwingend negativ“ zu verstehen, heißt es von einer Sprecherin. Falls Sie verwirrt sind: Unser Kollege Norbert Mayer (gebürtiger Tiroler) gibt in seiner Kolumne „Gegengift“ Auskunft. [premium]

Zitat des Tages

"Ursprünglich stammt der Begriff - wie Sie sicher wissen - aus der Jägersprache und bezeichnet einen Köder zum Anlocken von Raubtieren".

Das Büro Geislers erklärt der Süddeutschen Zeitung, warum der Luder-Sager nicht frauenfeindlich war.

Welche Magazin-Stücke Sie noch lesen könnten

Wo bleibt der Kontrollor für die Staatsschulden? Seit Mitte Februar hat der Fiskalrat keinen Präsidenten. Brüssel wundert sich, doch das Finanzministerium hat keine Eile, schreibt Hanna Kordik in ihrer wöchentlichen Kolumne „Kordikonomy“. Mehr dazu [premium]

Kinder als Überträger von Corona. Dem deutschen Virologen Christian Drosten zufolge sind Kinder und Jugendliche wahrscheinlich ähnlich ansteckend wie Erwachsene. Ein Standpunkt, der ihm viel Widerspruch und Kritik von Kollegen eingebracht hat. Was hinter der Causa steckt, berichtet Köksal Baltaci. [premium]

Streaming-Tipps

„Black Lives Matter“ verstehen: Der Unmut, dem die „Black Lives Matter"-Bewegung Ausdruck verleiht, schwelt nicht erst seit gestern. Auch das schwarze US-Kino rebelliert schon lange: Wir empfehlen sechs Filme, die man sich jetzt anschauen sollte.

Bild des Tages

Ein Fischer trocknet bei Mumbai in Indien seine Netze.
Ein Fischer trocknet bei Mumbai in Indien seine Netze.(c) REUTERS (FRANCIS MASCARENHAS)

„Die Presse“ wünscht ein schönes Wochenende!