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Gastbeitrag

Wir brauchen eine neue Bescheidenheit!

(c) Peter Kufner
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Nach der Eindämmung der Pandemie müssen wir uns jetzt um die Herstellung einer Welt kümmern, in der ein ökonomisches und soziales Auskommen garantiert ist. Die Politik darf damit aber nicht allein gelassen werden.

Mensch, werde wesentlich! Dieser Zuruf aus vergangenen Zeiten gilt in einem hohen Ausmaß auch für heute. Was meine ich damit? Eine grundsätzlichere Diskussion als jene, die wir bislang hatten, muss nun beginnen. Bisher war dafür verständlicherweise kaum Zeit, denn der Kampf darum, die Folgen des Virus zu minimieren, bzw. überhaupt auszuschalten, hatte unbedingte Priorität. Jetzt muss allerdings die Herstellung einer Welt Priorität bekommen, in der ein ökonomisches und soziales Auskommen garantiert ist, die Menschen in Frieden zusammenleben können und uns allen wieder Zukunftsperspektiven eröffnet werden.

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Was ist dazu notwendig? Zuallererst muss in der öffentlichen Diskussion klargestellt werden, dass die erfolgreiche und zweifellos notwendige Strategie, dass, übertrieben formuliert, alles auf das Kommando der Regierung zu hören hat, zwar Krisen kanalisieren kann und hat, aber nicht tragfähig genug ist, um eine gemeinsame gute Zukunft zu eröffnen. Anders gesagt: Wir brauchen eine breite Diskussion der zivilen Gesellschaft, eine Mobilisierung von Wissenschaft und Kultur, Fantasie und Vielfältigkeit und wahrscheinlich auch gewisse andere verträglichere Formen der Auseinandersetzung, die nur im Wege der Weiterentwicklung unserer Demokratie stattfinden können.