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Make America Angry Again! Über Alltagsrassismus in den USA

US-POLITICS-RACE-UNREST
APA/AFP/JOHANNES EISELE
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Streben nach Glückseligkeit ist in der US-Verfassung verankert. Doch die Chance auf Glück ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten extrem ungerecht verteilt.

Nein, Derek Chauvin war kein guter Cop. 18 Jahre war er im Polizeidienst in Minneapolis. 18 Mal wurde gegen ihn Beschwerde erhoben. Konsequenzen? Null. Erst jetzt lässt der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, aufklären, ob und wie rassistisch die Polizei in seinem Bundesstaat ist. Chauvin sitzt im Hochsicherheitsgefängnis Oak Park Heights in U-Haft. Die Anklage gegen ihn lautet Totschlag und Mord zweiten Grades. Die drei anderen Polizisten, die Chauvin tatenlos zusahen, als er auf dem Nacken eines Menschen kniete wie ein Großwildjäger auf einem erlegten Löwen, werden wegen Beihilfe und Anstiftung zum Mord angeklagt.

Größtenteils friedlich demonstrieren Menschen weltweit gegen Rassismus und Polizeiwillkür. Aber es gibt auch Ausschreitungen. In Los Angeles rufen drei Afroamerikaner, die ihren Laden vor Plünderungen schützen wollen, die Polizei. Die kommt – richtet die Waffen auf die drei Männer und legt ihnen Handschellen an. Make America Angry Again!