US-Wahl

Wie Trump noch gewinnen will

Für Donald Trump mutet es an, als hätte sich alles gegen ihn verschworen - selbst das Wetter. Doch es zeichnen sich auch erste Lichtblicke am Arbeitsmarkt ab.
Für Donald Trump mutet es an, als hätte sich alles gegen ihn verschworen - selbst das Wetter. Doch es zeichnen sich auch erste Lichtblicke am Arbeitsmarkt ab. (c) REUTERS (TOM BRENNER)
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Der Präsident kämpft an allen Fronten gegen schlechte Stimmung und miserable Umfragen. Als Präsident für „Recht und Ordnung“, als Patriot, der die Truppen in die Heimat bringt und als Jobmotor sieht er seine Chance.

Das Weiße Haus ist zerniert, es gleich einer Festung. Vor dem Lafayette Park, wo die Militärpolizei in der Vorwoche die Menge auseinandertrieb, trennt ein engmaschiger schwarzer Zaun den Präsidenten von den Demonstranten, die die Wand mit Slogans plakatiert haben – samt einem schwarzen Banner: „Black Lives Matter.“

Trump habe sein Wahlversprechen erfüllt, ätzen Kritiker: Er hat einen Schutzzaun errichtet – nur nicht an der mexikanischen Grenze. Es ist wie eine Metapher für einen eingesperrten, in die Enge getriebenen Hausherrn, der sich am Wochenende wegen der befürchteten schlechten Presse sogar einen Ausflug in seinen Golfklub vor den Toren der Hauptstadt versagt hat.

Das Split-Screen-America

Dieser Tage erleben die USA neuerlich ein Split-Screen-America, das Bild von einem zerrissenen Land: Hier Donald Trump, der eine Abordnung der zutiefst verunsicherten, schwer in Bedrängnis geratenen und bis zur Aggression gereizten Polizei empfängt – eine Geste der Solidarität des selbst ernannten „Law-and-Order“-Präsidenten mit den Sicherheitskräften. Er nimmt sie in Schutz vor den wenigen „schwarzen Schafen“ in der Polizei, die die ganze Truppe in Misskredit gebracht haben. So lautet die Darstellung der Trump-Regierung.

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