So war es 1968, damit droht Trump noch heute: Die Nationalgarde riegelt die Beale Street in Memphis vor Demonstranten der Bürgerrechtsbewegung ab.
USA

Warum Schwarze Amerikas Gefängnisse füllen

Für die viel gerühmte Doku „Der 13.“ sind es scheinbar neutrale Gesetze und politische Kampagnen, die den Rassismus gegen Afroamerikaner bis heute zum System machen. Bewährt sich die These in den Protesten gegen Polizeigewalt?

Vier ganzseitige Inserate in New Yorker Zeitungen: Der Immobilienunternehmer ließ sich seine Kampagne einiges kosten. Er forderte 1990 die Todesstrafe für das „Wolfsrudel“, wie Medien sie nannten: fünf Teenager – vier schwarze, ein Latino –, die im Central Park eine weiße Joggerin vergewaltigt haben sollten. Sie wurden zu langen Haftstrafen verurteilt, unschuldig, wie sich viel später herausstellte. Der Unternehmer hat sich bei ihnen nie entschuldigt. Im Gegenteil: Als er 2016 für die Präsidentschaft kandidierte, nannte er ihre finanzielle Entschädigung eine „Schande“. Und zu Menschen, die auf seinen Veranstaltungen gegen solche Aussagen protestierten, fiel ihm ein: „In der guten alten Zeit hätte man sie auf einer Tragbahre hinausgebracht.“