"Werden eine andere Wirtschaft haben": Der scheidende Eurogruppen-Chef, Mário Centeno, wies Ende April im "Presse"-Interview auf die Folgen der Coronakrise hin.
Analyse

Die Eurogruppe ist kopflos

Portugals Finanzminister Centeno tritt mitten in der Coronarezession zurück. Der Klub der Finanzminister der Eurostaaten ist allerdings schon länger in einer Existenzkrise.

Monatelange Spekulationen wurden am Dienstag Gewissheit: Die Eurogruppe braucht einen neuen Vorsitzenden. Denn Mário Centeno, der dieses Amt seit Jänner 2018 innehatte, trat als Finanzminister Portugals zurück. Somit kann er nicht mehr den Vorsitz der monatlich tagenden Gruppe der Finanzminister der 19 an der Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmenden Unionsmitglieder führen. Am Donnerstag werde er seine Kollegen im Rahmen der nächsten Eurogruppensitzung darüber in Kenntnis setzen, dass er kein zweites zweieinhalb Jahre währendes Mandat anstrebe.

Streit über Eurozonenbudget

Innenpolitische Unstimmigkeiten haben Centeno dazu bewogen, sein Amt aufzugeben. Die Tuchfühlung mit Regierungschef António Costa sei zusehends verloren gegangen, erklären Beobachter der portugiesischen Politik.

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