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Schöne Fotos schießen: 10 Profi-Tipps

Erkunden. Auf das Motiv einlassen, verschiedene Blickwinkel und Positionen ausprobieren. Im rechten Bild ist die Figur von der Umgebung eingerahmt.
Erkunden. Auf das Motiv einlassen, verschiedene Blickwinkel und Positionen ausprobieren. Im rechten Bild ist die Figur von der Umgebung eingerahmt.
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Mit der Handy-Kamera kannst du schnell und einfach Fotos machen. Viele davon sieht man nie wieder an – weil sie schlecht oder langweilig sind. Doch wie macht man richtig gute Fotos? „Presse“-Fotografin Christine Pichler verrät euch die besten Tipps.

Machst du gern Fotos? Bald ist Ferienzeit – und da werden wohl die meisten Bilder geschossen. Auch die sozialen Medien quellen dann über von Urlaubsfotos: Meeresbuchten, Strände, exotische Speisen oder Sehenswürdigkeiten sind da zu sehen. Manche dieser Bilder sind langweilig, andere sieht man gern genauer an. Das liegt nicht nur am Motiv, sondern vor allem daran, wie das Foto gemacht ist. Wie gelingt es dir, Fotos zu machen, die du immer wieder gern ansiehst? Wir haben unsere Fotografin Christine Pichler gebeten, euch ein paar Profi-Tipps zusammenzustellen.

1. Motiv antippen. Bei der Fotografie mit der Handykamera ist die Bedienung intuitiv. Ich bleibe immer bei der Standardeinstellung, Filter etc. kann man auch im Nachhinein hinzufügen, wenn man unbedingt möchte. Man tippt mit dem Finger auf das Motiv, die Kamera stellt dann darauf scharf und richtet auch die Belichtung etc. darauf aus.

2. Auf Augenhöhe fotografieren. Am besten auf einer Ebene mit dem Motiv fotografieren, die Kamera möglichst gerade halten, so vermeidest du verzerrende Perspektiven.

3. Naturlicht bevorzugen. Das schönste Licht ist das Tageslicht, es lässt die Farben realistisch aussehen, Kunstlicht gibt dem Bild oft einen gelblichen Ton.

4. Direktes Sonnenlicht vermeiden! Gedecktes Licht oder Schatten ist meist besser als direktes Sonnenlicht, vor allem für Porträts. Fotografiert man direkt im Sonnenlicht, werden die Schatten sehr hart und unvorteilhaft. An einem bewölkten Tag ist das Licht weich und gleichmäßig.

5. Mit dem Licht fotografieren. Fotografiert man gegen die Lichtquelle, entstehen harte Schatten und Silhouetten, was als gewünschter Effekt gut aussehen kann. Will man aber ein regelmäßig ausgeleuchtetes Bild haben, ist es besser, die Lichtquelle hinter sich zu haben bzw. auf das Motiv gerichtet.

6. Achtung bei starken Farben. Starke Farben reflektieren! Aufpassen bei der Kleidung, helles Gewand lässt das Gesicht strahlen, dunkles Gewand schluckt das Licht, beeinflusst die Farbe des Bildes aber auch nicht. Starke Farben – ob beim Hintergrund oder der Kleidung – übertragen sich auf das Motiv und können stören.

7. Ruhigen Hintergrund bevorzugen. Vor einem zu bunten, unordentlichen Hintergrund geht das Motiv schnell unter, vor einem ruhigen, zurückhaltenden Hintergrund kann das Motiv strahlen.
8. Sich auf den Ort einlassen. Wenn man ein Motiv bzw. einen Hintergrund gefunden hat, unterschiedliche Perspektiven ausprobieren, herumgehen, darauf achten, dass das Hauptmotiv das Wichtigste im Bild ist, aus der Umgebung einen Rahmen machen.

9. Blitz ausschalten oder bewusst einsetzen. Meistens kommt man ohne Blitz aus, Blitzlicht kann schnell unharmonisch aussehen, wenn es willkürlich verwendet wird. Hat man aber zum Beispiel einen sehr dunklen oder reflektierenden Hintergrund oder ein glänzendes Kleidungsstück, kann das Blitzlicht sehr gut aussehen.

10. Experimentieren und keine Angst haben, etwas „falsch“ zu machen. Wenn man eine gute Idee hat, versuchen diese umzusetzen und ruhig auch mal einfach loslegen. Die schönsten Fotografien entstehen oft, wenn man sich etwas traut bzw. etwas Unerwartetes probiert.

 

 

TIPP DER WOCHE

Auf den Spuren der Goldgräber und der Graureiher

Drei Bücher machen Lust auf Österreich: Ein Österreich-Atlas, ein Wien-Buch und ein Naturlexikon.

von Daniela Tomasovsky

Urlaub im eigenen Land lautet heuer die Devise für viele Familien. Zwar sind die Grenzen zu vielen Nachbarländern nun wieder offen – aber Verunsicherung bleibt. Und auch wenn es kein Meer gibt – Österreich hat viel zu bieten. Wie viel, lässt sich etwa in „Der große Österreich-Atlas für Kinder“ (Susa Hämmerle/Helmut Kollars) nachlesen. Oder wusstest du, wo das älteste Hochhaus Europas steht? Im Benediktinerstift Kremsmünster in Oberösterreich – eine Sternwarte. Oder dass du in der Rauriser Ache Gold schürfen kannst? Wenn du ein Goldkörnchen findest, darfst du es behalten .... Zu jedem Bundesland gibt es im Österreich-Atlas Informationen: Attraktionen für Kinder, eine kurze Sage aus der Gegend oder berühmte Speisen.

Vielleicht steht ja auch ein Wien-Besuch auf dem Programm: In diesem Fall sollte man „Das große Wien- buch für die ganze Familie“ (von Arthur Fürnhammer/Nicolas Rivero) dabei haben. Die Highlights der einzelnen Bezirke werden hier dargestellt, einzelne Kapitel widmen sich aber auch den „Wildtieren in Wien“, dem „Unterirdischen Wien“ oder der „Wasserversorgung Wiens“. Bevor es die Hochquellwasserleitung gab, fuhren etwa „Wassermänner“ mit Kutschen von Haus zu Haus: Sie hatten riesige Bottiche dabei, aus denen sie frisches Wasser verkauften. Viele interessante Plätze kannst du mit dem Buch entdecken, nicht nur die ganz bekannten. Oder hättest du gedacht, dass du auf dem unscheinbaren Friedhof St. Marx, gleich neben der Autobahnabfahrt, das Grab von Wolfgang Amadeus Mozart findest?

Sonnentau und Moorfrosch. Bestimmt wirst du im Sommer auch viel in der Natur unterwegs sein. Ein Buch, das dir hilft, Tiere und Pflanzen zu erkennen ist „Das superduper Naturlexikon für Groß und Klein“ von Brigitte Baldrian. Das Besondere daran: Graureiher, Moorfrosch oder Sonnentau sind hier nicht fotografiert, sondern mit feinstem Pinselstrich gezeichnet. Ein wunderschönes Buch, das Lust macht, loszuziehen und die abgebildeten Tiere zu entdecken: Oder sich sogar mit Block und Bleistift auf die Fährte zu begeben – und selbst ein Naturtagebuch zu zeichnen.