Fruchtbar sind die Böden im Central Valley, aber durstig sind sie auch, das Wasser kommt von weit − und tief.
Klima

Selbst gemachte Megadürre

Hunger-Vorhersagen für Ostafrika werden in Kalifornien erstellt, aber dort zerbröselt auch vor Trockenheit der Boden unter den Füßen.

Im September 2019 braute sich im Indischen Ozean Unheil für Afrika zusammen, im Nordosten von Madagaskar wurde das Meer ungewöhnlich warm, im Südosten ungewöhnlich kalt. Beides sind Klimaphänomene, die von Natur aus periodisch auftreten, sie heißen Indian Ocean Dipole und Subtropical Indian Ocean Dipole. Beide haben weitreichende Folgen, der eine bringt dem Norden Ostafrikas Fluten, der andere lässt den Süden ausdörren. Wie solche „teleconnections“ im Detail funktionieren, ist wenig verstanden, aber dass sie im Pazifik das Ärgste befürchten lassen, haben Forscher um Chris Funk vom Climate Hazard Center der University of California, Santa Barbara, seit 35 Jahren in mühsamer Beobachtung gelernt, und sie teilen ihr Wissen – „Hunger-Vorhersagen“ – mit Hilfsorganisationen, etwa der staatlichen USAID.