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Qualifikationsgruppe

Austria siegt, aber Altach führt

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Die Wiener Austria kann wieder gewinnen, setzte sich in Mattersburg mit 4:1 durch. Da aber Altach sich mit 2:0 gegen St. Pölten schadlos hielt, bleiben die Vorarlberger Tabellenführer.

Austria ist im Kampf um den Gewinn der Qualifikationsgruppe in der Fußball-Bundesliga an Leader Altach drangeblieben. Die Favoritner gewannen am Samstag in Mattersburg klar mit 4:1 und liegen sechs Runden vor Schluss weiter einen Punkt hinter den Vorarlbergern. Für das Team von Coach Christian Ilzer war es erst der zweite Saison-Auswärtssieg - beide gelangen gegen Mattersburg.

Manprit Sarkaria (18.) und Stephan Zwierschitz (30.) trafen schon vor der Pause. "Joker" Erik Palmer-Brown (48.) und Kapitän Alexander Grünwald (58./Freistoß) machten nach dem Seitenwechsel den Sack zu. Damit setzten sich die Austria und Altach vom Rest des "unteren Play-offs" ab. Den ohne der gesperrten Offensivstütze Andreas Gruber angetretenen Hausherren gelang durch Patrick Bürger (38.) nur der Ehrentreffer. Für sie war es nach fünf Punkten aus drei Spielen zuvor die erste Niederlage in der zweiten Saisonphase. Der Vorsprung auf das Tabellenende beträgt nur noch zwei Zähler, dort befindet sich ab sofort St. Pölten.

"Wir müssen am Samstag und in den nächsten Spielen liefern", hatte Ilzer vor der Partie die Marschroute vorgegeben. Sein Team hielt sich daran, war von Beginn an gut im Spiel, kontrollierte das Geschehen und erarbeitete sich auch die verdiente Führung. Ein Weitschuss von Sarkaria aus mehr als 20 Metern wurde unglücklich vom Rücken von David Nemeth abgefälscht und ging via Innenstange ins Tor. Mattersburg-Tormann Markus Kuster verhinderte in der 29. Minute mit einer Fußabwehr einen Doppelpack des 23-Jährigen. Eine Minute später war das 0:2 trotzdem perfekt. Zwierschitz beförderte einen von Christoph Monschein per Kopf weitergeleiteten Fitz-Eckball aus kurzer Distanz ebenfalls per Kopf über die Linie.

Monschein ließ die Chance auf den dritten Treffer aus, sein Abschluss ging am langen Eck vorbei (34.). Von den Burgenländern war lange Zeit kaum etwas zu sehen, die erste gute Offensivaktion brachte aber gleich den Anschlusstreffer. Nach einer Kuen-Flanke konnte Austrias Abwehrspieler Michael Madl einen Bürger-Kopfball noch klären, der Nachschuss landete allerdings im Tor. Der Stürmer stieg mit seinem 57. Ligator zum Rekordtorschützen des SVM auf.

Es sollte das einzige Offensiv-Highlight der zu Hause mittlerweile zwölf Partien sieglosen Burgenländer bleiben. Die Wiener machten kurz nach der Pause bereits alles klar. Der zur Halbzeit eingewechselte Palmer-Brown köpfelte nach einer Fitz-Ecke ein. Zudem zirkelte Grünwald einen Freistoß aus rund 20 Metern über die Mauer und ins Eck. Die Reise nach Mattersburg konnte also den Gästen wieder einmal als Krisenbewältigung dienen. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob sie den positiven Trend diesmal auch fortsetzen können. Nach dem 5:1 im Pappelstadion am 11. August 2019 hatte es eben bis Samstagabend keinen Auswärtssieg gegeben.

Vorarlberger im Europa-League-Playoff?

Altach bleibt weiter das Richtmaß in der Qualifikationsgruppe. Mit einem verdienten 2:0-Arbeitssieg gegen St. Pölten verteidigten die Vorarlberger ihre Spitzenposition. Daniel Nussbaumer (3.) und Sidney Sam (66.) erzielten die Tore, St. Pölten spielte nach Gelb-Rot für Dominik Hofbauer (33.) eine Stunde lang in Unterzahl und liegt wieder in Abstiegsposition.

Altach hält nach der Coronapause bei zwei Siegen und zwei Remis und liegt weiter einen Punkt vor der Austria, die in Mattersburg 4:1 gewann. St. Pölten rutschte nach der zweiten Niederlage in Folge wieder ans Tabellenende aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber der Admira (0:3 gegen WSG Tirol) zurück. Nach einem 0:6 und 0:3 gab es für die Niederösterreicher auch im dritten Saisonvergleich nichts zu holen.

WSG Wattens siegt bei der Admira

Beim Comeback von Trainer Thomas Silberberger auf der Wattener Bank hat die WSG einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert. Die Tiroler setzten sich am Samstag in der 26. Bundesliga-Runde im Qualigruppen-Duell gegen die Admira mit 3:0 (1:0) durch. Damit ist die WSG schon drei Spiele unbesiegt und kletterte auf Platz neun in der Tabelle. Die Niederösterreicher rutschten auf den 11. und vorletzten Rang.

Bereits am Dienstag geht es mit den Duellen Admira-Altach, St. Pölten-Mattersburg und Austria-Tirol weiter.

 

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