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Finanzierung

Immofinanz plant größere Kapitalerhöhung

REUTERS
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Eine Aktienplatzierung und die Emission einer Pflichtwandelanleihe im
Ausmaß von "maximal rund 25 Prozent" des Grundkapitals werden erwogen. Das Unternehmen könnte demnach 450 Millionen Euro holen.

Der börsennotierte Immobilienkonzern Immofinanz macht den Weg für Kapitalmaßnahmen frei. Dabei werde an die Platzierung von Aktien beziehungsweise an die Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe gedacht, teilte das Unternehmen mit. Der entsprechende Beschluss des Vorstands sei am Montag gefallen.

Die Gesamtsumme aus der Anzahl zu platzierender Aktien (Veräußerung eigener Aktien und Barkapitalerhöhung) sowie der Anzahl der (anfänglichen) Aktien in Bezug auf die eine Pflichtwandelanleihe werde 28,021.316 Stück Aktien nicht überschreiten und entspreche rund 25 Prozent des derzeitigen Grundkapitals. Die Kapitalmaßnahmen könnten demnach bis zu 450 Millionen Euro einspielen.

Die Nettoemissionserlöse würden zur Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten, zur Nutzung potenzieller Wachstumschancen und zu allgemeinen Unternehmenszwecken herangezogen.

Die Maßnahmen sollen das Kapital der Gesellschaft und auch die relevanten Kennzahlen für das bestehende Emittentenrating und Anleiherating von Standard & Poor's - derzeit jeweils Investmentgrade-Rating (BBB-, stabiler Ausblick) - stärken.

Sollte eine der beiden Kapitalmaßnahmen tatsächlich durchgezogen werden, sollen die Aktien oder die Pflichtwandelanleihe im Rahmen von Privatplatzierungen unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre mittels beschleunigter Platzierungsverfahren (Accelerated Bookbuilding-Verfahren) institutionellen Investoren angeboten werden.

Für eine Aktienplatzierung könnten die Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlagen unter Ausnutzung des in der Hauptversammlung vom 11. Mai 2018 genehmigten Kapitals sowie eine Veräußerung eigener Aktien kombiniert werden. Dies kann den Angaben zufolge bis zu 22.417.052 Anteilsscheine umfassen und entspricht rund 20 Prozent des derzeitigen Grundkapitals.

Das mögliche maximale Platzierungsvolumen reduziert sich laut Immofinanz entsprechend, wenn die Gesellschaft eine Pflichtwandelanleihe emittiert. Der Veräußerungspreis (Ausgabebetrag) soll dann in einem beschleunigten Platzierungsverfahren (Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens) festgelegt werden.

Angedacht ist auch die Emission einer Pflichtwandelanleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren - bezüglich anfänglich bis zu 16,812.790 Aktien, also 15 Prozent des aktuellen Grundkapitals. Kommt es zu einer Aktienplatzierung, reduziert sich die maximale Aktienzahl betreffend Wandelanleihe und damit deren Gesamtnennbetrag.

Auch im Falle der Anleihe würden die Emissionsbedingungen wie etwa Gesamtnennbetrag, Wandlungsprämie und Verzinsung in einem beschleunigten Verfahren bestimmt.

Ob und welche der Kapitalmaßnahmen - Aktienplatzierung sowie Emission einer Pflichtwandelanleihe - durchgezogen werden, hängt den Angaben zufolge vom Kapitalmarktumfeld, vom Kaufinteresse der Investoren sowie von der Zustimmung des Aufsichtsrates der Gesellschaft ab. Das gilt auch für den Zeitpunkt und die konkreten Bedingungen.

(APA)