Nach der kurzen, ergebnislosen Unterredung der Spitzen der EU mit Premierminister Johnson droht weiterhin ein „harter Brexit.“
Nach etwas mehr als einer Stunde war die Videokonferenz zwischen den Präsidenten von Europaparlament, Europäischer Kommission und Europäischem Rat und dem britischen Premierminister Boris Johnson wieder vorbei. Ihr Ergebnis war ernüchternd: in vier Verhandlungsrunden seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs Ende Jänner ist in der Frage, wie die Handelsbeziehungen zwischen Union und Briten zum 1. Jänner 2021 aussehen sollen, nichts weitergegangen. Wenn das so bleibt, wird es kein Abkommen geben, folglich einen „harten“ Brexit, samt Zollkontrollen und schweren Turbulenzen in der beiderseitigen Wirtschaftsbeziehung.
Johnson zielt auf Ende Juli
„Wir sind bereit, den Tiger in den Tank zu geben, aber nicht, eine Katze im Sack zu kaufen“, übte sich Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, anschließend via Twitter in tierischer Bildsprache (an seiner Seite waren Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Parlamentspräsident David Sassoli).