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Uefa berät über Europacup und EM

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Champions League soll laut Berichten in Lissabon als Mini-Turnier ausgespielt werden, Nations League könnte verschoben werden. Und die EM 2021?

Nyon. Nach Wochen der internen Beratungen tagt am Mittwoch das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union. In den Online-Sitzungen wird sich entscheiden, wo, wann und in welcher Form die wegen der Corona-Pandemie noch ausgesetzten Europacup-Bewerbe fortgeführt werden. Auf der Tagesordnung steht auch die in den Sommer 2021 verschobene EM, die Ausrichterstädte könnten bestätigt werden.

Außerdem muss das UEFA-Exko in seiner mehrstündigen Konferenz offene Terminfragen für die kommende Saison klären, unter anderem auch für die geplanten Länderspiele in der Nations League. Dies könnte wiederum den Startschuss in die nationalen Ligen im Herbst beeinträchtigen. Für Donnerstag hat die UEFA eine weitere Sitzung angesetzt, bei der Themen wie Lizenzierung auf dem Programm stehen.

Die wichtigsten Entscheidungen werden Mittwochnachmittag gefällt. Favorit für die Ausrichtung eines zentral ausgespielten Blitzturniers der Champions League scheint Lissabon zu sein. Ausgespielt werden müssten zunächst vier noch ausständige Achtelfinal-Rückspiele, ehe es im Turniermodus mit laut Berichten nur jeweils einem Duell bis zum Finale weitergeht. Der Startschuss in die abgespeckte Version der Königsklasse soll laut Medienberichten Anfang August fallen, ein Finale könnte am 22. oder 23. August stattfinden. Für das Turnier vorgesehen wären die Heimstätten von Benfica und Sporting.

In der Europa League soll angeblich ein Final-8-Turnier in Nordrhein-Westfalen mit den Spielorten Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Duisburg stattfinden. Auch Frankfurt wird als Option betrachtet. Aus österreichischer Sicht ist der LASK noch im Achtelfinale dabei. Die Linzer stehen nach dem 0:5 im Hinspiel gegen Manchester United vor dem Aus, müssten aber noch das obligatorische Rückspiel bestreiten.

Die entscheidende Phase der Champions League der Frauen soll laut einem Bericht der "Times" in Bilbao über die Bühne gehen. Das Endspiel war ursprünglich in Wien im Stadion der Austria angesetzt. Jenes in der Champions League der Herren sollte in Istanbul, jenes in der Europa League in Danzig (Polen) stattfinden. Nachdem diese Spielorte nicht zum Zug kommen, dürfte die UEFA um einen Ausgleich bemüht sein. Die "Times" schrieb, dass Istanbul das Recht für die Austragung den Finales 2024 erhalten könnte. In der Königsklasse sind die Endspiele bis einschließlich 2023 bereits vergeben.

Problematisch ist der August-Spielplan der Europacup-Wettbewerbe, weil bisher für Anfang September noch zwei Länderspieltage in der Nations League angesetzt sind. Österreich würde am 4. September in Norwegen antreten und drei Tage später zu Hause gegen Rumänien spielen. Weitere Länderspiele sind für Oktober und November geplant - immer unter der Voraussetzung, dass dann wieder weitestgehend Reisefreiheit herrscht. Priorität dürften ohnehin erst einmal die Play-offs zur EM haben. Dort kämpfen noch 16 Mannschaften um vier EM-Tickets.

Mit Blick auf die um ein Jahr verschobene paneuropäische Endrunde muss die UEFA die Ausrichterstädte bestätigten. Ob alle zwölf an Bord bleiben, ist unsicher. Amsterdam und Bukarest, wo das ÖFB-Team seine Spiele bestreiten soll, haben ihre Zusagen bereits abgegeben. Ein Wackelkandidat ist offenbar Bilbao, auch Rom und Baku wurden diesbezüglich genannt. UEFA-Boss Aleksandar Ceferin hat bereits betont, dass das Turnier notfalls auch mit "zehn, neun oder acht" Stadien über die Bühne gehen könne.

Auf Club-Ebene müssen Modus und Zeitpunkt für die Qualifikation zur kommenden Europacup-Saison festgelegt werden. Österreich hat derzeit fünf Startplätze inne, je zwei in der Champions-League- und Europa-League-Qualifikation sowie einen Fixplatz in der Europa League. Durch die Terminumwälzungen muss es auch dabei Anpassungen des Formats geben.