EU-Bericht

Jeder dritte Europäer lebt allein

Eine Italienierin mit ihrer Urenkelin während des Lockdowns im Februar. Die Coronakrise, so hofft EU-Kommissarin Dubravka Šuica, soll den Zusammenhalt zwischen Jungen und Alten in Europa stärken.
Eine Italienierin mit ihrer Urenkelin während des Lockdowns im Februar. Die Coronakrise, so hofft EU-Kommissarin Dubravka Šuica, soll den Zusammenhalt zwischen Jungen und Alten in Europa stärken.(c) via REUTERS (Marzio Toniolo)
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Die für Demokratie und Demografie zuständige EU-Kommissarin hofft, dass die Corona-Krise den Zusammenhalt zwischen Jungen und Alten in Europa stärkt. Das sei angesichts von Schrumpfen und Alterung der Gesellschaften essenziell.

Älter, weniger, einsamer: Der erste Bericht der Europäischen Kommission über die Folgen des Bevölkerungswandels für die Union zeichnet ein ernüchterndes Bild der Lebensverhältnisse der Europäer. Bis zum Jahr 2070 werden drei von zehn Europäern älter als 65 sein; heute sind es zwei von zehn. Der Anteil der Über-80-Jährigen wird sich auf über 13 Prozent mehr als verdoppeln. Das Medianalter wird dann 49 Jahre betragen: fünf Jahre mehr als heute.

Diese älteren Europäer werden von geringerer Anzahl sein als heute. Im Jahr 2025 erreicht ihre Gesamtzahl den Plafond von rund 449 Millionen Menschen. Dann sinkt sie, bis 2070 auf zirka 424 Millionen. Das ergibt einen Bevölkerungsrückgang von fünf Prozent binnen nur 50 Jahren.

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