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Staatsbesuch

Trump empfängt Polens Präsident in Washington

Donald Trump empfängt wieder einmal Polens Präsident Andrzej Duda
Donald Trump empfängt wieder einmal Polens Präsident Andrzej DudaREUTERS
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Der US-Präsident könnte Dudas Visite nutzen, um eine von Warschau erhoffte Erweiterung der US-Militärpräsenz in Polen zu verkünden.

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Polen wird US-Präsident Donald Trump kommende Woche Präsident Andrzej Duda im Weißen Haus empfangen. Das Treffen am Mittwoch (24. Juni) kommt dem Weißen Haus zufolge zu einer kritischen Zeit während der Öffnung beider Länder in der Corona-Pandemie.

Die Nato-Partner wollten ihre Zusammenarbeit in einer Reihe von Feldern, darunter Verteidigung, Handel, Energieversorgung und Sicherheit im Telekommunikationssektor ausbauen, hieß es.

Polen wählt am 28. Juni einen neuen Präsidenten. Der von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS gestellte Amtsinhaber Duda führt in aktuellen Umfragen mit Werten um 40 Prozent. Sein wichtigster Herausforderer ist der Warschauer Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski, der für das liberalkonservative Oppositionsbündnis Bürgerkoalition (KO) ins Rennen geht.

Ein Duda-Besuch so kurz vor der Wahl könnte den Eindruck erwecken, dass die USA einseitig Partei ergreifen, gab der frühere US-Botschafter in Warschau, Daniel Fried, im US-Nachrichtenportal "Politico" zu bedenken. "Das ist keine gute Idee."

Trump könnte Dudas Visite nutzen, um eine von Warschau erhoffte Erweiterung der US-Militärpräsenz in Polen zu verkünden. Die US-Botschafterin in Warschau, Georgette Mosbacher, hatte kürzlich auf Twitter geschrieben, so eine Entscheidung könne "bald" fallen. Trump will die US-Truppen in Deutschland um fast 10.000 Soldaten reduzieren.

Polens Regierung hat zwar mehrfach betont, man wolle das Ziel einer größeren Truppenpräsenz nicht auf Kosten Deutschlands erreichen. Duda sagte allerdings am Dienstagabend der Nachrichtenagentur PAP: "Wenn Entscheidungen über eine Verlegung von derzeit in Deutschland stationierten US-Truppen getroffen werden, sind wir bestimmt dabei."

Trump hatte am Montag angekündigt, dass er die US-Truppen in Deutschland um fast 10.000 Soldaten reduzieren will. Polen hofft seit langem auf eine Erweiterung des US-Militärkontingents auf seinem Gebiet. Polens Außenminister Jacek Czaputowicz betonte aber am Dienstag nach einem Gespräch mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas, dies sehe man nicht im Zusammenhang mit amerikanischen Entscheidungen zur Truppenpräsenz in Deutschland.

(APA/dpa)