Aussichten. Es war ruhig im Frühjahr, auf den Immobilienmärkten, zum Beispiel in Wien (hier ein Blick vom Dach des Haus des Meeres).
Corona

Luxus in Krisenzeiten

Von neuen Neidfaktoren, virtuellen Rundgängen und der Renaissance des Zuhauses: Was während des Stillstandes plötzlich an Wert gewann. Und wie die Branche auf die Herausforderungen reagiert hat.

Corona hat vieles verändert – unter anderem auch die Definition davon, was Wohnluxus ist. Ließ sich zu Beginn des Jahres noch mit edlen Materialien, italienischem Design, smarten Grundrissen, großzügigen Verglasungen und der U-Bahn vor der Tür reüssieren, wurden ab Mitte März all jene beneidet, die einen Balkon, eine Terrasse oder gar einen Garten ihr Eigen nennen konnten. Für ein bisschen Neid genügt es aber auch schon, einen Park vor der Tür zu haben. Auch das Vorhandensein eines Arbeitszimmers bekam plötzlich einen ganz anderen Stellenwert. Zumal dann, wenn es mit einer versperrbaren Tür ausgestattet war, die den Nachwuchs sicher von der Teilnahme am Zoom-Meeting abhalten konnte. Ebenfalls eine neue Wertschätzung erfuhren Kinderzimmer mit großzügigen Schreibtischen, die den Küchen- und/oder Esstisch davor bewahrten, unter Büchern, Heften, Laptops und Kunstprojekten zu verschwinden.