Viele Österreicher urlauben heuer daheim (im Bild das Weiße Rössl am Wolfgangsee). Das Fehlen der ausländischen Gäste kompensiert das nicht.
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Corona legt die Probleme des Tourismus schonungslos offen

Die Epidemie macht die Strukturschwäche des österreichischen Tourismus sichtbar: Es gibt zu viele Betriebe. Die Neos schlagen einen Rettungsschirm für die Branche vor, der auch das Zusperren erleichtert.

Wien. Ein Schnitzelgutschein, eine Steuersenkung für Getränke und eine Werbeoffensive für Sommerfrische in der Heimat. Viel mehr an Coronahilfe habe der schwer angeschlagene Tourismus in Österreich bisher nicht gesehen, kritisieren viele betroffene Unternehmer. Das versprochene Geld für die Kurzarbeit fließe zu langsam, Steuerstundungen seien „giftige Bonbons“, und die Investitionsprämie nütze nur Betrieben, die heuer Gewinn schrieben, bestätigt Hotelier Sepp Schellhorn. Der Neos-Wirtschaftssprecher plädiert für einen radikaleren Weg, mit dem auch ein altes Problem der Branche gelöst werden könnte.