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Einer von 16: Steve McQueens Jaguar

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Bis in die 1950er lagen Renn- und Straßenwagen so nah beieinander, dass man mit dem Auto anreisen konnte, allen Ballast entfernte, ein paar Komponenten wechselte und auf der Rennstrecke um den Sieg mitfuhr.

Den umgekehrten Weg ging Jaguar mit dem D-Type. Das Modell, rein für den Rennbetrieb entwickelt, trug dem Hersteller 1955 den Gesamtsieg in Le Mans ein, in der Hand von Privaten siegte es in den zwei Folgejahren, 1957 mit 183 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit - ein Rekord, der vier Jahre halten sollte.

Jaguar D-Type, Seriensieger in Le Mans (1955, 1956, 1957): bis 250 km/h schnell.
Jaguar D-Type, Seriensieger in Le Mans (1955, 1956, 1957): bis 250 km/h schnell.

Mit zwei früheren Siegen ('51 und '53) war Jaguar damit die dominierende Marke im Langstrecken-Rennsport der Fifties (bevor die Sixties zum Jahrzehnt von Ferrari und der epischen Schlacht mit Fords GT40 wurden).

Dennoch beschloss man, den Rennsport sein zu lassen und sich auf Straßenautos zu konzentrieren, mit dem E-Type als epochalem Wurf. Die restlichen D-Types wurde in Straßenautos namens XK SS verwandelt, unter anderem durch eine große Windschutzscheibe, Wetterschutz und Abnehmen der großen Finne hinter dem Fahrersitz. 25 hätten es werden sollen, aber nur 16 wurden vor dem großen Werksbrand fertiggestellt.

Wetterfest gemacht, große Windschutzscheibe, keine Finne am Heck: D-Type als Rennwagen mit Straßenzulassung.
Wetterfest gemacht, große Windschutzscheibe, keine Finne am Heck: D-Type als Rennwagen mit Straßenzulassung.

Das erste Supercar der Autogeschichte, sagt Jaguar - worüber man streiten kann, nicht aber über Schönheit und monströse Performance des XK SS. Steve McQueen war ein prominenter Besitzer, sein grün lackiertes Exemplar steht heute im Petersen-Museum in L.A.

Vor wenigen Jahren begann Jaguar, die restlichen neun Exemplare nach Originalplänen nachzubauen, um 1,3 Mio. Euro pro Stück – billig gegen ein frühes Original, das nicht unter 25 Mio. Dollar taxiert wird. (tiv)