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Klimatologie

Wetterlagen sind die weißen Flecken der Klimaforschung

Ob der Klimawandel für mehr extrem lange Dürren sorgt, darüber lässt sich bislang nur spekulieren.
Ob der Klimawandel für mehr extrem lange Dürren sorgt, darüber lässt sich bislang nur spekulieren.Getty Images
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Welchen Einfluss hat die Erderwärmung auf Schönwetterlagen? Und wie verschieben sich künftig Sturmzugbahnen? Weil wir es mit gegenläufigen Kräften zu tun haben, sind die Prognosen widersprüchlich.

Dem Neusiedler See geht zunehmend das Wasser aus. Ob der seichte Steppensee, der sich zu etwa 80 Prozent durch Niederschläge speist, tatsächlich austrocknet, ist ungewiss. Es wäre jedoch nicht das erste Mal in seiner Geschichte, wie ein Blick in die Aufzeichnungen zur Dürreperiode in den 1860er-Jahren zeigt.

Durch den Klimawandel werden die natürlichen Schwankungen von Trockenphasen aber deutlich verstärkt – das ist das Ergebnis einer Studie unter der Leitung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Dafür wurden Dürreperioden der vergangenen 210 Jahre im Alpenraum und der Zusammenhang zwischen der Häufung von Trockenzeiten im Alpenraum und großräumigen Wettersystemen der Nordhalbkugel untersucht. Auch der seit Anfang der 2000er-Jahre beobachtete Niederschlagsmangel hierzulande könnte demnach zu solch einer langfristigen Dürreperiode gehören.