Schnellauswahl
Vermögen

Reichtum: Asien wird Europa bald überholen

May 29, 2020, Hong Kong, China: French Christian Dior luxury goods, clothing and beauty products store seen in Hong Kon
In Sachen Reichtum hat Asien (im Bild: Hongkong) seit 1999 aufgeholt.imago images/ZUMA Wire
  • Drucken
  • Kommentieren

Die Weltbevölkerung wird reicher, die Ansprüche an Vermögensverwalter steigen: Auch nicht so Reiche wollen maßgeschneiderte Produkte zu geringen Gebühren. In Zukunft können Roboter Abhilfe schaffen. Der Weg dahin ist schwer.

Wien. Im Vorjahr ist hat sich das Geldvermögen von Privatpersonen weltweit um 9,6 Prozent auf 226 Billionen Dollar erhöht. Das geht es aus einer Studie der BCG (Global Wealth 2020) hervor, die „Presse“ berichtete. Dieser Anstieg war der zweitstärkste der vergangenen 20 Jahre. Nur im Jahr 2005 wuchs das weltweite Finanzvermögen mit 9,8 Prozent noch stärker.

Generell waren die 2010er-Jahre mit einem jährlichen Vermögensanstieg von durchschnittlich 6,2 Prozent einträglicher als die von zwei schweren Krisen (Platzen der Dotcom-Blase und Finanzkrise) geprägten 2000er-Jahre, in denen das Vermögen nur um 4,5 Prozent pro Jahr stieg.
Die nächsten fünf Jahre dürften magerer werden. Je nachdem, wie schnell sich die Wirtschaft von der Coronakrise wieder erholt, dürfte das globale Geldvermögen zwischen 1,4 Prozent pro Jahr (schlimmstes Szenario) und 4,5 Prozent pro Jahr (bei einer raschen Erholung) wachsen.

In allen Szenarien würde der Reichtum in Asien stärker wachsen als in Europa. Die Folge: Im Jahr 2022 dürfte Asien (ohne Japan) Westeuropa als zweitreichste Region der Welt ablösen. Dabei geht es freilich nur um das gesamte Finanzvermögen der Region, der Reichtum pro Kopf dürfte in Europa noch länger größer bleiben.