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Bundesliga

Folgenschwerer grün-weißer Selbstfaller

Rapid fand weider kein Rezept gegen Hartberg.GEPA pictures
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Weil Rapid zuhause gegen Hartberg nicht gewinnen kann, platzt der Traum vom Titelrennen. Salzburg patzt und baut die Tabellenführung trotzdem aus.

Wien/Salzburg. Erster Verfolger von Red Bull Salzburg, vier Siege in Folge, ansteigende Formkurve – ein klein wenig hatte sich Rapid vergangene Woche schon im Titelrennen gewähnt. Am Sonntagabend wäre nun tatsächlich die Chance gewesen, ein packendes Saisonfinish mit den Serienmeister einzuläuten. Doch während Salzburg beim 2:2 gegen den WAC erneut patzte und damit seine Flanke öffnete, verlor Rapid mit einem 0:1 gegen Hartberg an Boden. Sechs Punkte Rückstand bei vier ausstehenden Runden – das kurz aufgeflackerte Titelrennen ist praktisch entschieden.

Auch, weil Rapid zuhause einmal mehr über Hartberg stolperte. Das 0:1 fügt sich in eine bemerkenswerte Serie ein: Auch im vierten Anlauf gelang kein Heimsieg gegen den steirischen Dorfklub. „Nicht effizient genug. Zu wenig Nachdruck. Wir sind selbst schuld, haben die Möglichkeiten gehabt“, erklärte Kapitän Stefan Schwab, der sich für den Spielaufbau verantwortlich gezeichnet hatte.

Tatsächlich war Hartbergs Siegtreffer unvermutet gekommen. Die Steirer nutzten einen verunglückten Querpass von Maximilian Ullmann eiskalt aus, Dario Tadic schloss mit seinem 14. Saisontreffer ab (42.). Eine grün-weiße Führung wäre zu diesem Zeitpunkt verdienter gewesen.
Am Ende scheiterte Rapid an der Chancenauswertung. An nächsten dran am Torerfolg war noch Christoph Knasmüllner, der allerdings im 1:1 gegen Hartberg-Goalie Rene Swete versagte. Im Abschluss fehlte Toptorschütze Taxiarchis Fountas (verletzt) an allen Enden, Ersatzmann Ercan Kara musste schon zur Pause für den ähnlich harmlosen Koya Kitagawa Platz machen. Hartberg, ansonsten von Trainer Markus Schopp meist angriffslustig aufs Feld geschickt, machte hinten erfolgreich dicht.

Grün-weißer Lichtblick: Der erst 17-Jährige Yusuf Demir war an den meisten Offensivaktionen beteiligt. Sportdirektor Zoran Barisic musste bereits medial kolportierte Abgangsgerüchte dementieren.
Auf Rapid wartet nun der Schlager gegen Spitzenreiter Salzburg. Hätte Trainer Dietmar Kühbauer ein Rezept gegen Hartberg gefunden, wäre es ein richtiger Titel-Showdown geworden.

(red.)