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Strategie

Siemens-Chef bereut milliardenschwere Übernahme

Sechs Milliarden Euro wurden für den Zukauf des US-Kompressoren-Herstellers Dresser-Rand ausgegeben. Der Plan dahinter ist nicht aufgegangen.

Der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser hält die sechs Milliarden Euro schwere Übernahme des US-Kompressoren-Herstellers Dresser-Rand inzwischen für einen Fehler. Er würde den Zukauf nicht mehr machen, räumte Kaeser in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Montagausgabe) ein.

"Unser Kalkül war, dass wir die Marke Dresser-Rand, die in der Öl- und Gas-Industrie extrem stark war, als Türöffner nutzen, um die Prozessautomatisierung und die Digitalisierung der Öl- und Gas-Industrie voranzutreiben", sagte der Siemens-Chef. "Dieser Plan ist nicht so aufgegangen wie geplant."

Siemens hatte das US-Unternehmen vor sechs Jahren gekauft, als das "Fracking" in den USA einen Boom erlebte, der inzwischen aber abgeflaut ist. Dresser-Rand gehört künftig zu Siemens Energy, der Sparte, die Ende September von Siemens abgespalten und separat an die Börse gebracht wird. Anders als von einigen Analysten erwartet hatte Siemens keinen Anlass gesehen, den Firmenwert von Dresser-Rand im Zuge der Abspaltung abzuschreiben.

(APA/Reuters)