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Wie nachhaltig ist Secondhand-Mode?

(c) imago/Sabine Gudath (SABINE GUDATH)
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Reduziert Mode aus zweiter Hand den Gesamtkonsum an Mode? Dieser Frage ging eine neue Umfrage des Luxus-Onlinehändlers Farfetch nach.

Wer Secondhand kauft, verursacht in weiterer Folge weniger Modemüll, so die Annahme. Ob das wirklich stimmt, hat der Online-Luxusmodeshop Farfetch versucht herauszufinden.

Eigentlich klingt es ja ganz logisch. Secondhand-Shopping ist seit langem eine gute Option für den nachhaltigen Konsumenten. Indem man Kleidung, die schon jemandem gehört hat, kauft, wird sie länger getragen und landet nicht gleich im Müll. Das kann in weiterer Folge auch die Nachfrage nach brandneuer Mode senken - und somit auch den Rohstoffverbrauch.

Für die Studie wurden je 1000 Secondhand-Käufer in den USA, Großbritannien und China nach ihrem Einkaufsverhalten befragt. Im Durchschnitt besteht bei 38 Prozent der Befragten mehr als die Hälfte ihrer Garderobe aus gebrauchter Kleidung. In den USA sind es 51 Prozent, in Großbritannien 42 Prozent und in China 21 Prozent. Durchschnittlich kauften die Befragten acht Secondhand-Stücke im Jahr 2019.

Die Ergebnisse: Dem Bericht zufolge haben 65 Prozent der Einkäufe von gebrauchter Kleidung tatsächlich den Kauf neuer Kleidung verhindert. In China war die Zahl mit 41 Prozent geringer. Man kann also davon ausgehen, dass Secondhand-Mode tatsächlich zu einem nachhaltigeren Kaufverhalten führt.

Außerdem kam die Studie zu dem Schluss, dass die Motivation, gebrauchte Kleidung zu kaufen, auch länderspezifisch unterschiedlich ist. In China kauft man etwa seltene, schwer zu bekommende Produkte aus zweiter Hand, in den USA und in Großbritannien steht der Schnäppchenkauf im Vordergrund.

>>> Die gesamte Umfrage samt Methodik ist hier nachzulesen

 

 

(chrile)