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Wien

"Lass den Bürgermeister zahlen": Gastro-Gutscheine sind verschickt

CORONAVIRUS: WIEN - WIEDEREROeFFNUNG GASTRONOMIE
Ab sofort kann man in vielen Lokalen in Wien mit dem Gutschein bezahlen.APA/GEORG HOCHMUTH
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Die ersten Gutscheine sind in den Postkästen, einige Wiener Lokale locken bereits mit Spezial-Angeboten. Wer die Gutscheine nicht braucht, kann sie spenden.

Nun ist er wirklich da: Am Dienstag haben erste Wiener Haushalte den Gastro-Gutschein der Stadt bereits im Briefkasten vorgefunden. Er ist bis Ende September in rund 2000 Lokalen und Restaurants in ganz Wien einlösbar. So viele haben sich bereits für die Aktion registriert, wie das Büro von Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Dienstag mitteilte.

Eine vollständige Liste der teilnehmenden Betriebe findet sich auf www.wienergastrogutschein.at. Die Gutscheine von 50 bzw. 25 Euro können für Speisen und alkoholfreie Getränke eingelöst werden. Doch noch ein paar weitere Feinheiten gibt es zu beachten. 

Am Montag wurden sie verschickt, „in den nächsten Tagen“ sollten alle Wiener Haushalte ihre Gutscheine in den Postkästen vorfinden, sagt ein Sprecher von Hanke zur „Presse“. Wer bis Freitag oder Anfang nächster Woche noch keinen Gutschein bekommen hat, kann sich auf der Website melden. Zu beachten: Menschen mit Hauptwohnsitz in einem anderen Bundesland sind von der Aktion ausgenommen.

Die Gutscheine selbst sind mit einem QR-Qode versehen, was eine Fälschung unmöglich machen soll. Zusätzlich ist die Haushaltsadresse bereits eingetragen. Die Stadt Wien hat für die Aktion 40 Millionen Euro Kosten veranschlagt.

So wird der Gutschein aussehen.Stadt Wien

Spezial-Angebote

Obwohl Alkohol mit dem Gutschein nicht abgegolten werden kann, haben sich manche Lokale besondere Spezial-Angebote einfallen lassen, mit dem sie das Alkoholverbot zumindest teilweise umgehen können. So bietet dieses Café am Meidlinger Markt ein „Wiener Gastro-Gutschein Spezial"-Frühstück an, bei dem der Schnaps gratis inkludiert ist. Dass bei Verwendung des Gutscheins bei 23,50 Euro Kosten das Restgeld nicht ausbezahlt werden kann, ist natürlich praktisch.

Die Presse

Auch die Hermann Strandbar hat sich was Besonderes einfallen lassen: Sie serviert einen Brunch um 25 Euro mit Speisen aus dem orientalischen Innenstadt-Lokal Habibi & Hawara.

Für den guten Zweck

Schon kurz nach der Gutschein-Ankündigung durch Bürgermeister Michael Ludwig haben NGOs aufgerufen, den Gutschein an obdachlose und armutsbetroffene Menschen zu spenden. So werden die Gutscheine etwa in den Obdachloseneinrichtungen der Caritas sowiein deren Shop (Mariahilferstr. 77) angenommen. Eine Initiative mit dem Namen  „Gemeinsam umverteilen – Gutscheine weiterschenken“ hat die Adressen verschiedenster NGOs gesammelt, die die Gutscheine ebenfalls annehmen, etwa das Flüchtlingsprojekt Ute Bock, das Neunerhaus, die Volkshilfe und SOS Kinderdorf.

(twi)