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Gehaltserhöhung

Chef, ich will mehr Geld. Oder ein Auto

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Man traut sich wieder, mehr Geld zu verlangen. Das suggeriert die aktuelle Vergütungsstudie der der Personal- und Managementberatung Kienbaum Wien.

„Während die Anzahl der Bewerber oft unverändert bleibt, steigen deren Gehaltserwartungen in 56 Prozent der Fälle an.“ Diese überraschende Feststellung macht Alfred Berger, Leiter des Bereichs Compensation & Performance Management sowie Board Service bei Kienbaum Wien. Im Schnitt erwarten Führungskräfte ein Plus von drei Prozent. Im Detail:

  • Das kleinste Gehaltsplus verzeichnet die Bereichsleitung mit 1,6 Prozent. Der variable Anteil beträgt hier 20 Prozent.
  • Die Abteilungsleitung freut sich im Schnitt über drei Prozent Gehaltsplus. Der variable Anteil beträgt hier 18 Prozent.
  • Den deutlichsten Zuwachs der Gehälter verzeichnet die Ebene der operativen Teamleitung mit fünf Prozent. Hier beträgt der variable Anteil im Schnitt 13 Prozent.
  • Der Durchschnitt für die Grundvergütung der Spezialisten liegt 3,4 Prozent über dem Vorjahr. Hoer ging der variable Anteil um drei Prozent zurück.
  • Die Junior-Ebene erklimmt ein Plus von 4,1 Prozent, oft noch ohne variable Gehaltsbestandteile.  

Detail, durchaus kontroversiell: Trotz höherer Gehälter verliert die individuelle Leistungsbeurteilung an Gewicht, im Schnitt um 14 Prozent. Der Unternehmensgewinn (in Zeiten von Corona?) wiegt höher.

Mein Auto, mein Statussymbol

Ungebrochen liegt der Firmenwagen an der Spitze der Fringe Benefits. Für Geschäftsführer steht hier ein Budget von 59.999 Euro zur Verfügung. Für die anderen Ebenen liegt es zwischen 31.000 und 46.000 Euro, für Spezialisten bei 30.000 Euro.

Bei den weiteren Zusatzleistungen hat sich wenig verändert: Firmenhandys, Gesundheitsversorge, geförderte Mittagessen, Krankenzusatzversicherungen, flexible Arbeitszeiten und unternehmensbezogene Vorteile sind die Favoriten.