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Kunstlicht

Ist eine österreichische Kunstgeschichte nationalistisch?

Man ist ja schon froh, wenn das Wiener Kunstgeschichte-Institut überhaupt einmal von sich reden macht. Meinetwegen auch als Zankapfel.

Manche Artikel verfolgen einen – auf je samteneren Pfoten, desto besser. Etwa durch eine winzige Ergänzung der Pflichtlektüre einer Kunstgeschichte-Vorlesung, bei der den Studierenden plötzlich ganze vier Seiten von Werner Hofmanns „Klimt und die Wiener Jahrhundertwende“ zugemutet wurden. Wohlgemerkt am Wiener Institut für Kunstgeschichte, an dem der österreichischen Moderne zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird, wie einige nicht völlig unnamhafte Wiener Kunsthistoriker am 8. Juni in der „Presse“ monierten.

Weniger samtpfotig war dagegen die Reaktion von Contemporary Matters, einer Gruppe Studierender und Kulturschaffender, deren Gastkommentar die gestrige „Presse“ breiten Platz widmete. Bestens, herrlich, lasst uns diskutieren.