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Öbag-Chef Schmid im U-Ausschuss: Immer höflich, aber nicht gerade informativ

Thomas Schmid sah sich als einst kleines Rädchen im Finanzministerium.
Thomas Schmid sah sich als einst kleines Rädchen im Finanzministerium.(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Thomas Schmid wechselte vom Finanzministerium in die Öbag – und steht nun massiv in der Kritik.

Thomas Schmid ist seit gut einem Jahr Chef der Staatsholding Öbag. Und damit hat er es zu erstaunlicher Bekanntheit gebracht. Weniger wegen der Staatsholding selbst – wiewohl sie mit ihren insgesamt elf Beteiligungen etwa an OMV, Post oder Telekom Austria ein durchaus mächtiges Unternehmen ist. Vielmehr ist es so: Kein amtierender Manager österreichischer Staatsunternehmen ist im vergangenen Jahr so oft zum Rücktritt aufgefordert worden wie Thomas Schmid. Er ist also, formulieren wir es zurückhaltend: ziemlich umstritten. Am Mittwochnachmittag sagte er als Auskunftsperson im Untersuchungsausschuss aus.

Spannend. Thomas Schmid gilt als Vertrauter von ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz. Er ist Karrierist. Jahrelang war Schmid im ÖVP-geführten Finanzministerium tätig. Und dort kletterte er behände die Karriereleiter hinauf: Ab 2013 war Schmid Kabinettschef, und zwar von den Finanzministern Michael Spindelegger, Hans Jörg Schelling und Hartwig Löger. Ab 2015 wurde er zusätzlich Generalsekretär des Finanzministeriums. Dann, per April 2019, wurde Thomas Schmid alleiniger Vorstand der Staatsholding Öbag.