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 Millennials: Viel Stress und große Sorgen

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Gar nicht entspannt steht die junge Generation der Zukunft gegenüber. Grund zur Sorge sieht sie genug: um die Umwelt, das Wohlergehen der eigenen Familie und der eigenen finanziellen Sicherheit.

Für die jährliche Millennial Survey wurden zum Jahreswechsel 18.400 Personen aus 43 Ländern zu ihrer aktuellen Stimmungslage befragt, darunter 300 Österreicher. In einer Zusatzumfrage im Frühling 2020 wurde außerdem das internationale Stimmungsbild der Millennials und der Generation Z nach der Ausbreitung von COVID-19 eingefangen. Das Ergebnis: Weltweit blicken die Jungen sorgenvoll in die Zukunft.  

Stressgebeutelt

Heimische Millennials neigen im internationalen Vergleich besonders zu Pessimismus. Laut Umfrage ist knapp die Hälfte (49 Prozent) der jungen Österreicher der Ansicht, dass sie im Vergleich zur vorherigen Generation tendenziell unglücklicher sind. Grund ist der zunehmend hektische Alltag: Fast die Hälfte gibt an, sehr oft unter Stress zu leiden. Das Wohlergehen der Familie sowie die zukünftige finanzielle Sicherheit sind die häufigsten Stressoren. Gleichzeitig nahmen sich mit 16 Prozent nur ein kleiner Teil der heimischen Millennials in den vergangenen zwölf Monaten Urlaub. Zum Vergleich: Im globalen Schnitt waren es 29 Prozent.

Sicherheit ja, Digitalisierung na ja

Mit dem steigenden Stresslevel wächst das Bedürfnis nach Sicherheit in allen Lebensbereichen – auch am Arbeitsplatz. Laut Studie fühlten sich drei Viertel der jungen Österreicher Anfang des Jahres noch relativ bis sehr sicher im Job. Mit 41 % wollte außerdem der Großteil der Millennials die nächsten fünf Jahre beim aktuellen Arbeitgeber bleiben. Die Corona-Pandemie hat diese Jobsicherheit nun stark erschüttert.

Gleichzeitig fühlen sich sogar die jüngsten und digital am besten Ausgebildeten nicht wirklich digital fit. In Österreich meinen 46 Prozent der Millennials, nur teilweise über die nötigen Kompetenzen zu verfügen. Lediglich 22 Prozent sind überzeugt, alle passenden Qualifikationen mitzubringen.

Detail: Trotz allem scheinen die österreichischen Millennials die Auswirkungen der Digitalisierung zu unterschätzen. Ganze 43 Prozent gehen nicht davon aus, dass sich die fortschreitende Digitalisierung sich auf ihre Jobs auswirken wird. Im globalen Durchschnitt glauben das nur 28 Prozent.

Planet first

Noch mehr beschäftigen den Nachwuchs soziale und ökologische Themen. Der Klimawendel bereitet 44 Prozent große Sorgen. Fast zwei Drittel befürchten irreparable Umweltschäden. Nur 15 Prozent halten die Anstrengungen im Umweltschutz für zielführend. Zum Vergleich: Im globalen Schnitt sind es 40 Prozent.