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Mobilität

Segway wird eingestellt

Touristen unterwegs mit Segways
Touristen unterwegs mit Segwaysimago images/Geisser
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Nach fast 20 Jahren wird der zweirädrige Stadtroller künftig nicht mehr produziert.

Wien. Der bei seiner Markteinführung futuristisch wirkende Stadtroller Segway gehört der Vergangenheit an. Die Produktion des stehend und mit der Verlagerung des Körpergewichts gelenkten Transportmittels wird eingestellt, teilte das gleichnamige US-Unternehmen am Mittwoch mit.

„Innerhalb seines ersten Jahrzehnts wurde der Segway PT zu einer festen Größe in der Sicherheits- und Strafverfolgung und wird als ein effektives und effizientes persönliches Fahrzeug angesehen“, sagte Segway-Präsidentin Judy Cai und bemerkte, dass das Gefährt bei Urlaubern in den großen Städten Nordamerikas, Europas, Asiens, Südamerikas und des Nahen Ostens an Popularität gewonnen hat.

Dennoch trug der elektrisch betriebene Segway im vergangenen Jahr weniger als 1,5 Prozent zum Umsatz des Unternehmens bei. So werden nun 21 Mitarbeiter gekündigt, weitere zwölf zwischen zwei und zwölf Monaten weiterbeschäftigt. Die Produktion des Segway PT wird mit 15. Juli eingestellt.

Die Transportrevolution, die sich der Erfinder Dean Kamen bei der Gründung des Unternehmens 1999 vorgestellt hatte, hat sich nie in der Breite durchgesetzt. Der ursprüngliche Preis des Segway von rund 5000 Dollar war für viele Kunden eine Hürde.

Konkurrenz durch E-Scooter

Auch das Fahren war eine Herausforderung, weil das Gerät in einem bestimmten Winkel ausbalanciert werden musste, damit es sich vorwärts bewegt. Wenn das Gewicht des Fahrers zu sehr kippte, geriet es außer Kontrolle. In einigen Städten wurde es wegen der Verletzungsgefahr verboten. Zum Verhängnis wurde dem Segway aber auch die große Beliebtheit der E-Scooter. Die sind in der Produktion günstiger und leichter zu bedienen.


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(koka)