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Montenegro: Neuer Anstieg an Corona-Fällen führt zu Einschränkungen

APA/AFP/SAVO PRELEVIC
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Kundgebungen und Großveranstaltungen sind verboten, Ausgangssperren in Stadt Rozaje wurden verhängt.

Montenegro, das am 2. Juni die Coronavirus-Epidemie im Adriastaat für bewältigt erklärt hatte, hat ab dem heutigen Freitag erneut Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit eingeführt. Zuvor war in den vergangenen Tagen die Zahl der Krankheitsfälle angestiegen. Nach Angaben der Behörden gab es am Donnerstag 90 Infektionen.

Per Beschluss des Nationalen Koordinierungsteams zur Bekämpfung der Epidemie sind ab Freitag alle politischen Kundgebungen, aber auch kürzlich wieder aufgenommene Protest-Prozessionen der serbisch-orthodoxen Kirche gegen das umstrittene Kirchengesetz untersagt. Die Sportereignisse dürfen nur ohne Publikum abgehalten werden.

Ausgangssperre in Rozaje

In der nordmontenegrinischen Kleinstadt Rozaje, wo es derzeit die meisten Erkrankungen gibt, wurde eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 05.00 Uhr früh eingeführt. Die Gaststätten dürfen nur noch bis 17.00 arbeiten. In der Kleinstadt gibt es derzeit 35 Kranke.

Bis 2. Juni waren in Montenegro laut amtlichen Angaben insgesamt 324 Infektionen und 9 Tote registriert worden. Ein erster neuer Fall wurde am 14. Juni gemeldet. Seitdem nahm die Zahl der Kranken täglich zu.

 

(APA)