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Musikverein

Der „holden Kunst“ gehuldigt

Florian Boesch und Justus Zeyen gelangen im Musikverein Gesänge von Loewe, Schumann und Strauss ohne Pathos.

Der Erlkönig treibt wieder sein Unwesen, und unweigerlich enden die entrischen Avancen der Geisterwelt auch diesmal mit den düsteren Worten: „war tot“. Aber nicht Goethes Vater mit seinem Kind galoppiert durchs Dunkel, zu Schuberts gefürchtetem Hufgetrappel in Oktavtriolen. Herr Oluf reitet spät und weit, um seine Hochzeitsgäste für den nächsten Tag zu laden – und Erlkönigs Tochter leidet es nicht. Olufs Braut findet ihn auf der Bahre: Schauerromantik pur.