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Mangrovenwälder

Im Wasser bis zum Hals

In solchen Wäldern - hier einer an einer Küste Australiens – blüht Leben, lockendes und gefährliches.
In solchen Wäldern - hier einer an einer Küste Australiens – blüht Leben, lockendes und gefährliches.Obie Oberholzer / laif / picturedesk
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Mangroven schützen Küsten – selbst vor Tsunamis – und nähren ihre Bewohner. Aber der Anstieg der Meere bedroht sie.

Als am 26. Dezember 2004 der Tsunami in die Küsten Südostasiens brandete, wurden im indischen Distrikt Cuddalore manche Ortschaften weggefegt, andere in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft nahmen kaum Schaden: Sie lagen hinter Mangrovenwäldern. Dass die selbst Tsunamis widerstehen, dass ein 100 Meter breiter Streifen die Wucht auch dieser Wellen abfangen kann, hatte sich früher schon in Modellrechnungen gezeigt, aber Empirie gab es kaum. Nun konnte Finn Danielson (Kopenhagen) als einer der ersten Daten auswerten, die aus Cuddalore: „Mangroven haben die Küsten geschützt“ (Science 310, S. 643).